Kreisliga Nord

Rückschläge für Winkelhaid und Ezelsdorf

Als designierter Absteiger trumpfte die TSV-Truppe um Marco Vacca gegen Rednitzhembach zeitweise spielerisch groß auf, sie musste sich dann aber dennoch mit 0:2 geschlagen geben. | Foto: kk2017/05/tsvfeuchtsvrednitzhembach.jpg

NÜRNBERGER LAND – Mal wieder war es ein Spieltag zum Vergessen für die heimischen Kreisligisten. Vier Spiele, vier Niederlagen – so lautet die traurige Bilanz. Beim TSV Winkelhaid backen sie deshalb nun deutlich kleinere Brötchen, was bedeutet, dass das neue Ziel der Blau-Weißen Platz elf ist, der heuer vielleicht schon für den Klassenerhalt reichen könnte. Allerdings hat den gerade die DJK Schwabach inne. Ärgerlich sind die letzten Wochen auch für den FC Ezelsdorf verlaufen. Wahrscheinlich war es selten einfacher – da der Spitzenreiter FG Wendelstein nicht in die Bezirksliga aufrücken darf – aufzusteigen. Aber ausgerechnet jetzt geht der FCE personell schon seit Wochen am Krückstock und hat nun innerhalb von sieben Tagen gegen den Tabellenletzten und -vorletzten verloren. Trotzdem ist bei einem Zähler Rückstand auf Platz drei die Relegation immer noch drin.

Kreisliga Nord Neumarkt/Jura: SV Barthelmesaurach – TSV Winkelhaid 2:1 (0:0) – Die Gäste mussten verletzungsbedingt wieder eine andere Startelf aufbieten; Goss und Abraham fehlten von Beginn an. Trotz dieser Änderungen hatte Winkelhaid in den ersten zehn Minuten mehr vom Spiel und konnte immer wieder Nadelstiche in Richtung Heim-elf machen. Die erste Chance hatte Diaco in der zehnten Minute, vergab aber zu überhastet. Im Gegenzug konnte Philip Winter in letzter Not einen Schuss der Heimelf noch zur Ecke retten. Wieder hatte Diaco in der 18. Minute Pech beim Abschluss. Er schoss leider den Torwart an. Timm hatte in der 28. Minute die Möglichkeit, aber auch er nutzte diese Chance nicht konsequent. Dies war bereits die zweite Großchance zur Führung. Kurz vor der Pause zeigte die Heimelf durch ihren starken Außenstürmer ihre Qualitäten. So hatten die Winkelhaider in der 39. Minute Glück, als das Leder nur an den Pfosten geknallt wurde. Kümmerl hatte dann fast mit dem Pausenpfiff die dritte Große Möglichkeit. Anstatt selbst den Abschluss zu machen, suchte er den Mitspieler.

Torwart Hinze rettete in der 66. Minute mit zwei Glanzparaden nacheinander das 0:0. Sowohl bei dem platzierten Erstschuss als auch bei dem Nachschuss war er auf dem Posten. Weghorn vergab in der 70. Minute nach einem Solo die nächste große Möglichkeit. Das Spiel wurde nun etwas fahriger, beidseitig häuften sich viele kleine Fouls. Wie schon in den vergangenen Wochen war nach einer Ecke der Heimelf in der 82. Minute die Winkelhaider Abwehr überhaupt nicht aufmerksam, sodass die Heimelf unbedrängt das 1:0 erzielen konnte. Bereits fünf Minuten später wieder eine krasser Abwehrfehler seitens der TSV‘ler, den die SV‘ler konsequent mit dem 2:0 abschlossen.

Trotzdem gaben die Gäste nicht auf und kamen nach einem guten Konter durch Timm in der 87. Minute noch zum Anschlusstreffer zum 2:1. Riesendusel für Winkelhaid dann kurz vor Spielende. Nach einen Konter der Heimelf setzte ein SV‘ler das Leder auf die Querlatte. Alles in allem wäre sicher ein Unentschieden gerecht gewesen. Die Winkelhaider müssen aber den vergebenen Chancen und den immer wieder kurzzeitig auftretenden Abwehrschnitzern nachtrauern. Nun ist gegen Schwand am kommenden Donnerstag zu hoffen, dass einige Verletzte wieder fit sind und zumindest der 11. Tabellenplatz noch erreicht wird.

TSV Katzwang – SV Rasch 4:1 (2:0) – Beiden Teams merkte man an, dass es offensichtlich um nichts mehr ging, doch nach ca. zehn Minuten erspielten sich die Gastgeber ein kleines Übergewicht in ihren Aktionen und kreuzten auch einige Male vor dem Rascher Kasten auf. Die Gäste ihrerseits hatten aber auch zwei sehr gute Möglichkeiten. Begünstigt durch einen Abspielfehler im Mittelfeld kamen die Katzwanger durch Max Thümler in der 25. Minute zur 1:0-Führung. Der Rückstand sorgte jedoch nicht dazu, dass die Rascher Jungs einen Gang höher schalteten, im Gegenteil, wieder durch einen missglückten Pass in der Vorwärtsbegegnung musste ein Rascher Defensivspieler zum allerletzten Mittel im eigenen Strafraum greifen. Den fälligen Elfer verwandelte Sascha Andre Thiem in der 35. Minute sicher zur 2:0-Führung.

Zu Beginn der zweiten Spielhälfte hatte man den Eindruck, dass die Rascher nun aufgewacht wären und besser ins Spiel kommen. Der Rascher Spielertrainer Florian Schmidt ließ in der 66. Minute mit einer hervorragenden Einzelleistung drei Gegner stehen und traf mit seinem Abschluss aus 20 Metern genau in den Winkel (2:1). Rasch war wieder im Match, musste dann aber in der 72. Minute durch einen Konter das 3:1 durch Nicklas Jordan hinnehmen. Nach dieser kalten Dusche für die Rascher duschte es dann tatsächlich, das Match musste aufgrund eines kapitalen Gewitters für eine Viertelstunde unterbrochen werden. Eine Minute vor dem Ende kamen die Katzwanger dann nochmal durch einen Konter zum 4:1 durch Daniel Durst.

FC Schwand – FC Ezelsdorf 3:0 (1:0) – Die Platzherren standen mit dem Rücken zur Wand, nutzten eine der allerletzten Gelegenheiten um sich eventuell in der Tabelle noch etwas nach vorne zu bewegen und spielte mutig nach vorne. Die Ezelsdorfer, die schon seit Wochen auf zahlreiche Stammkräfte verzichten mussten, versäumten es auch diesmal, sich gegen ein Team aus den untersten Tabellenregionen zu rehabilitieren. Schwand ging dann auch folgerichtig durch Tim Buresch in der 18. Spielminute mit 1:0 in Führung. An diesem Spielstand sollte sich bis zum Pausenpfiff nichts ändern. Die Ezelsdorfer besannen sich dann in der zweiten Spielhälfte doch noch und bemühten sich, leider erfolglos um eine Ergebnisverbesserung. Die Platzherren konterten in der 73. Minute durch Marcus Bachhofer (2:0) und in der 83. Minute durch Kevin Biallas zum deutlichen 3:0-Sieg.

TSV 04 Feucht – SV Rednitzhembach 0:2 (0:0) – Die bereits als Absteiger feststehende Heimelf lieferte zwar gegen die ambitionierten Gäste aus Rednitzhembach eine beachtliche spielerische Leistung ab, konnten aber dennoch die Niederlage nicht abwenden. Die ersten 45 Minuten verliefen relativ ausgeglichen, beide Teams hatten vereinzelte Chancen, der Torerfolg blieb jedoch bis zur Pause aus. Nach einer Unachtsamkeit in der Feuchter Defensive machten die Gäste das Spiel schnell, eine Hereingabe von der rechten Seite verwertete Paul Sommer in der 67. Minute. In der 72. Minute kamen die Gäste zum 0:2 durch eine Art „Ping-Pong“-Treffer nach einem Freistoß, Torschütze war erneut Sommer. Danach probierte die Steuer-Elf noch einmal alles, jedoch fehlte es an Durchschlagskraft gegen abgeklärt spielende Gäste, sodass es beim 0:2 blieb.

N-Land Der Bote
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