Raiba-Weihnachten

Freibäder und Naturbad ziehen Bilanz

Mehr Badegäste als im Vorjahr

103 000 Besucher kamen dieses Jahr ins Feuchter Freibad, 9 000 mehr als im vergangenen Jahr. Im kleineren Schwimmbad Altdorf waren es 45 000. Foto: Blinten2017/09/Freibad-Feucht.jpg

NÜRNBERGER LAND – Besser als letztes Jahr, das war die Bilanz der beiden Freibäder Altdorf und Feucht. Sie sind zufrieden, was die Besucherzahlen angeht. Im Naturbad Weißenbrunn sei die Saison vergleichbar mit dem letzten Jahr, allerdings sei es hier aufgrund des freien Eintritts schwierig, Besucherzahlen zu nennen. Im Mai und im Juni waren die Bäder überwiegend besser besucht als in den eher verregneten Sommermonaten Juli und August.
Jan Wieland, der Betriebsleiter der Altdorfer Stadtwerke, kann noch nicht mehr als eine Zwischenbilanz geben. „Wir sind ganz gut im Schnitt. Aber es war nicht überragend“, meint er. Etwa 45 000 Besucher seien in diesem Jahr in das Freibad geströmt. Keine schlechte Bilanz – im Vorjahr kamen die Altdorfer auf insgesamt 44 500. In den ungewöhnlich heißen Monaten Mai und Juni besuchten überdurchschnittlich viele das Altdorfer Freibad. Die Saison geht aber noch in die Verlängerung. Bis 1. Oktober sollen die Tore noch geöffnet bleiben. „Wir wollen das gute Wetter ausnutzen“, erklärt Wieland. Je nach Wetterlage kann sich das aber noch verschieben. Ein weiterer Grund für die längere Saison ist die Schließung des Hallenbads, in dem Legionellen gefunden wurden. Zwei Wochen länger können Altdorfer nun in ihrer Stadt schwimmen, ehe sie sich woanders umsehen müssen.

Auch in Feucht bleiben die Türen weiterhin offen. Hier soll das Freibad sogar bis zum 8. Oktober geöffnet bleiben. Zufriedenheit zeigt Brigitte Siegl aber jetzt schon. „Die Saison lief eigentlich ganz gut. Besser als letztes Jahr“, zieht sie Bilanz. Dieses Jahr waren es zum
31. August bereits 102 000 Besucher, während das Feuchter Freibad zum gleichen Zeitpunkt letztes Jahr die 100 000-Besucher-Marke noch nicht geknackt hatte. Nur 93 000 Freibadgänger zählte Feuchtasia da. An zwei Tagen gab es Rekordzahlen von 5 000. Am 28. Mai, ein Sonntag mit Temperaturen von über 30 Grad, und an Fronleichnam am
15. Juni strömten die Massen ins Freibad. Bei schlechtem Wetter kamen dagegen nur um die 150 Besucher ins Bad. Seit drei Jahren gehört auch eine Sauna zur Einrichtung. Die sollte auch gegen Ende der Saison bei niedrigeren Temperaturen Besucher anlocken. „Komischerweise ist die Sauna gerade bei schönem Wetter am besten besucht“, meint Siegl. In diesem Jahr besuchten bisher die meisten Gäste die Sauna im Feuchter Freibad, mehr als je zuvor.
Ab Dienstag, 12. September, wird das Bad dann in reduziertem Betrieb weitergehen. Das heißt, die Stadtwerke heizen nur noch das Schwimmerbecken, alle anderen Becken müssen ohne zusätzliche Wärme auskommen. Nur bei guter Witterung beheizt das Bad zusätzlich das Attraktionsbecken. „Kinder kommen jetzt eher weniger“, erklärt Siegl die Einsparungen. Gäste können dann noch während der Öffnungszeiten von 11 bis 18 Uhr im Feuchter Bad schwimmen gehen. Letzter Einlass ist um 17 Uhr, Badeschluss um 17.30 Uhr.

Auch die Saison im Naturbad Weißenbrunn lief ordentlich. „Da können wir uns nicht beklagen, ganz im Gegenteil“, sagt Walter Bachmeier von der Wasserwacht Weißenbrunn, die zusammen mit der Wasserwacht Schwaig für Sicherheit im Naturbad sorgt. Der Betrieb wird noch bis Montag weitergehen, erst dann schließt das Bad seine Türen. Der Kiosk ist bereits seit letzter Woche geschlossen. Bis zu 1 000 Besucher fanden an Rekordtagen den Weg ins Naturbad. „Solche Spitzenzahlen waren aber nicht permanent vor Ort“, sagt Bachmeier. Genaue Besucherzahlen zu nennen sei allerdings schwierig. „Wir haben ja keinen Eintritt“, erklärt er.
Auch Holger Enenkiel, Vorsitzender des Fördervereins Naturbad Weißenbrunn ist zufrieden. „Es war eine gute, ruhige Saison“, sagt er. „Die Schließung montags hat sich bewährt“, fügt er hinzu. Weil die Wasserwerte im vorletzten Jahr knapp an der erlaubten Obergrenze waren, mussten sie damals auf Anraten des Gesundheitsamts für zwei Tage schließen. Die Gemeinde beschloss, in diesem Jahr für einen Tag in der Woche das Bad zu sperren. Nach dem an schönen Tagen gut besuchten Wochenende sollte das Wasser die Chance haben, sich zu regenerieren. Damit behielten sie recht. „Die Wasserwerte sind gut in diesem Jahr“, sagt Enenkiel. Das überprüfe neben dem Gesundheitsamt Nürnberger Land auch die Gemeinde.
Während in Altdorf und Feucht Einigkeit herrscht, dass sich die Zahlen gegenüber dem Vorjahr gesteigert haben, sagt Holger Enenkiel aus Weißenbrunn, Besucher kamen in etwa so häufig wie im vergangenen Jahr.
Sarah Grünewald

N-Land Der Bote
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