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Lässt Absteiger TSV Feucht die Winkelhaider stolpern?

Im Hinspiel in Winkelhaid setzte es beim 4:8 eine entsetzliche Klatsche für die Feuchter. Jetzt hätten sie die Chance, sich dafür zu revanchieren und die Winkelhaider mitrunterzureißen. | Foto: kk2017/05/tsvwinkelhaidtsvfeucht.jpg

NÜRNBERGER LAND – Während in der Kreisliga Nord der Vorhang für die Saison 2016/17 bereits an diesem Sonntag fällt, stehen in den unteren Klassen noch zwei Spieltage auf dem Programm.

Aufsteiger gegen Meister, so lautet das Duell im Kreisoberhaus zwischen dem SC Großschwarzenlohe und der FG Wendelstein, die sich die Meisterkrone aufgesetzt hat und selbst bei einer Niederlage nicht mehr von Platz eins zu verdrängen ist.

Der TSV Winkelhaid (27 Punkte) bringt mit einem Sieg bei Absteiger TSV Feucht den Klassenerhalt in trockene Tücher. Die Elf von Trainer Marc Rosenberger sollte das Spiel jedoch tunlichst nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Zum einen hat der Tabellenletzte trotz des feststehenden Abstiegs zuletzt zweimal gewonnen. Zwar ist von der DJK Schwabach (24), die beim SV Rasch zu Gast ist, kein Ungemach mehr zu erwarten, denn im direkten Vergleich hat der TSV die Nase vorn. Doch dafür werden die Winkelhaider umso mehr einen Blick auf die Südgruppe richten, wo die DJK Limes mit aktuell 23 Punkten (bei noch zwei ausstehenden Spielen) im Fernduell um Rang elf – der Punktebessere der beiden ist am Klassenziel, während der Schlechtere in die Abstiegsrelegation muss – den TSV noch aus allen Träumen reißen könnte.

Den Rascher Jungs selbst winkt mit einem Sieg bei entsprechenden Ergebnissen auf den anderen Fußballplätzen noch ein Sprung um drei Ränge auf Tabellenrang sieben.

Im Fernduell um die Qualifikation für die Relegation zur Bezirksliga hat es der SV Rednitzhembach (45 Punkte) selbst in der Hand. Dazu reicht den „Hembis“ in Postbauer ein Remis, um durch zu sein. Andernfalls wäre der Sieger der Partie TSV Wolfstein (42) gegen SV Barthelmesaurach (43) lachender Dritter.

Der FC Ezelsdorf, der nach einer famosen Hinrunde mit 26 Punkten in der zweiten Halbserie eingebrochen ist, verabschiedet sich beim TSV Katzwang in die Sommerpause.

TSV Burgthann unter Zugzwang

In der Kreisklasse Ost hat die DJK Litzlohe mit einem 2:1-Sieg im Nachholspiel beim SV Höhenberg einen großen Schritt zur Rettung gemacht und dem TSV Ochenbruck (21) damit fast schon jede Chance geraubt, den Absturz in die A-Klasse noch zu verhindern. Am vorletzten Spieltag sind die „Ochis“ bei der FG Wendelstein II (26) zum Siegen verdammt, will der Kreisliga-Absteiger die Entscheidung um den Klassenerhalt bis zum letzten Spieltag offen halten.

Nach der fatalen Derbypleite gegen Oberferrieden macht der TSV Burgthann (29) seine Aufwartung bei Meister 1.FC Deining. Die Elf von Interimstrainer Jan Völkel sollte sich dabei vor den letzten beiden Spielen der Saison nicht in falscher Sicherheit wiegen. Rechnerisch braucht der TSV noch einen Punkt, um allen möglichen Szenarien aus dem Weg zu gehen und den Klassenerhalt aus eigener Kraft endgültig sicher zu haben.

Kornburg II (46) reicht ein Punkt gegen Holzheim II (27), um Platz zwei perfekt zu machen. Im Falle einer Niederlage würde die Entscheidung im Fernduell mit Lauterhofen (44), das seine Partie gegen Feucht II (2:0) bereits gespielt hat, auf den letzten Spieltag vertagt. Aus dem Rennen ist der 1. FC Altdorf (40), der gegen TSV Pyrbaum (39) sein letztes Heimspiel bestreitet. Beim FSV Oberferrieden, der nach nur einem Jahr die Kreisklasse wieder verlassen muss, bleibt abzuwarten, ob zum Heimausstand gegen Höhenberg sogar noch ein Heimsieg gelingt.

Entscheidungen in der A-Klasse sind gefallen

In der A-Klasse Nord-Ost sind bis auf die Frage, wer in die Relegation geht, alle Entscheidungen gefallen. Hier biegt Sindlbach (in Pilsach) mit fünf Punkten Vorsprung vor Oberölsbach, das Oberwiesenacker empfängt, in die Zielgerade ein.

Meister SV Unterferrieden, dem noch fünf Tore fehlen, um die 100er-Marke zu knacken, hat im letzten Heimspiel Heng II zu Gast. Für den SC Eismannsberg (in Trautmannshofen) ist nach dem 0:0 im Nachholspiel gegen Oberwiesenacker neben dem TSV Feucht, der gegen Winkelhaid II seinen Heimausstand gibt, der Abstieg besiegelt. Aufatmen können Ezelsdorf II (in Stöckelsberg) und der SV Moosbach, der zu Pölling II muss.

Die EKSG Rummelsberg droht in der B-Klasse Nord-Ost im Aufstiegsrennen einmal mehr das Nachsehen zu haben. Nach der 0:1-Pleite im direkten Duell gegen Wolfstein II müssen die Eichkreuzler bei Meister ASC Sengenthal gewinnen, um von Wolfstein, das pausiert, Platz zwei zurückzuerobern. Um nichts mehr geht es zwischen Unterferrieden II (4.) und dem FV Röthenbach (7.) sowie Rasch II (6.) gegen Oberwiesenacker II

Ebenfalls nur noch Freundschaftscharakter haben die Spiele der B-Klasse Ost, wo die Reserven des FCA (gegen Pyrbaum), Oberferrieden (gegen Höhenberg) sowie Burgthann (in Deining) und Ochenbruck (bei Wendelstein IV) jeweils vor den ersten Mannschaften auf den Platz gehen.

N-Land M. Keilholz
M. Keilholz