Streit um Lärmschutzwand in Altdorf

Gutachten und Gegengutachten

Um diese einsturzgefährdete Lärmschutzwand wird gestritten | Foto: Blinten2018/04/wall.jpg

ALTDORF – So alt ist sie doch noch nicht, die Lärmschutzwand am Baugebiet Rascher Straße. Trotzdem drohen Teile bereits zusammenzustürzen. Wie berichtet, muss ein Bereich der Wand in der Nähe der Kreuzung Rascher Straße/Umgehungsstraße mit einer massiven Holzkonstruktion abgestützt werden.

Durchgeführt wurde die Sicherungsmaßnahme im Auftrag der Stadt Altdorf, die in der Verantwortung steht, für die Verkehrssicherheit an der Umgehungsstraße zu sorgen. Zeitweise bestand die Gefahr, dass Teile der einstürzenden Mauer auf die Fahrbahn fallen und Unfälle verursachen könnten. Diese Möglichkeit ist jetzt vorläufig gebannt.

Während die Altdorfer davon ausgehen, dass die ausführende Baufirma und das planende Ingenieursbüro nicht ordnungsgemäß gearbeitet haben, weisen Ingenieure und Bauunternehmen diesen Vorwurf vehement zurück.

Nachdem im Auftrag der Stadt ein Gutachten erstellt wurde, das der Baufirma und den Ingenieuren Fehler bescheinigt, gehen diese mit einem Gegengutachten in die Offensive.

Ewald Roth, im Altdorfer Rathaus zuständig für die Bautechnik, rechnet deshalb auch nicht damit, dass die hölzerne Stützkonstruktion schnell abgebaut werden kann. Bis Ende des Jahres könne es schon noch dauern, bis ein Gericht eine Entscheidung in der Sache fällt. „Das Verfahren läuft“, sagt Roth.

N-Land Alex Blinten
Alex Blinten