Sattelschlepper fuhr ungebremst auf Stauende auf

Gefahrgut-Unfall: Zwei Schwerverletzte

Ungebremst krachte auf der A6 ein Sattelschlepper in ein Stauende und schob dabei drei weitere Lkw ineinander. Dabei wurden zwei Lkw-Fahrer schwer verletzt. Foto: Schmidt2016/05/Unfall-A6.jpg

ALTDORF – Am Montagnachmittag waren Feuerwehr und Rettungsdienste auf der A 6 bei einem schweren Verkehrsunfall mit vier Lkw im Einsatz. Einer der havarierten Laster war mit Gefahrgut beladen. Zwei Fahrer trugen schwere Verletzungen davon. Die Polizei schätzt den Schaden auf rund 450.000 Euro.

Wegen der Bauarbeiten zum sechsstreifigen Ausbau der A6 hatte sich zwischen den Autobahnkreuzen Altdorf und Nürnberg Ost ein Stau gebildet. Kurz vor dem Autobahnkreuz Nürnberg-Ost fuhr ein Sattelzug nahezu ungebremst auf einen vorausfahrenden, mit Gasflaschen beladenen Sattelzug auf und schob noch zwei davor fahrende Lastzüge aufeinander. Beim Aufprall wurde das Führerhaus abgerissen und der Fahrer schwerst verletzt. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen.

Gasflaschen geladen

Der Fahrer des mit Gasflaschen beladenen Lkw wurde in seinem Führerhaus eingeklemmt, und musste von der Altdorfer Feuerwehr geborgen werden. Er wurde vom Rettungsdienst mit schweren, aber nicht lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Zahlreiche Gasflaschen wurden aus ihrer Halterung gerissen und fielen auf den Seitenstreifen.

Die Fahrer der zwei anderen beteiligten Lkw wurden nicht verletzt.

Da die Ladung eines Lkw aus zahlreichen Druckgasflaschen bestand und diese beim Unfall aus ihren Halterungen gerissen und auf die Fahrbahn geschleudert wurden, musste die Feuerwehr aufwändige Sicherungs- und Bergemaßnahmen duchführen. Die herumliegenden Gasflaschen wurden zunächst eingesammelt, ehe sie wieder in ihren Transporthalterungen verstaut werden konnten. Da sich neben Sauerstoff und Stickstoff auch Acetylengas unter der Ladung befand, wurden diese Gasflaschen, vorsorglich in einem Faltbehälter mit Wasser gekühlt.

Zur Bergung der Unfallfahrzeuge wurde neben mehreren Bergefirmen auch das THW Lauf alarmiert. Die Aufräumarbeiten, zogen sich bis weit in die Nachtstunden hinein. Der Rettungsdienst war mit drei Rettungswagen, einem Notarzt und zwei Rettungshubschraubern im Einsatz. Zur Versorgung der Einsatzkräfte waren die Schnelleinsatzgruppen des BRK Altdorf und Hersbruck vor Ort.

Die Koordination der Einheiten des Rettungs- bzw. Sanitäts- und Betreuungsdienstes übernahm die Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung.

Neben der Altdorfer Feuerwehr waren auch die Wehren aus Winkelhaid, Hersbruck und Röthenbach/Pegnitz im Einsatz.

 

N-Land Alex Blinten
Alex Blinten