Vorschau Kreis Neumarkt/Jura

Feuchter müssen auf Patzer der Konkurrenz hoffen

Wenn es mit dem Aufstieg heuer doch noch etwas werden sollte für den TSV Feucht, dann haben dies die 04er auch ihrem Keeper Chris Willig zu verdanken, der nicht nur hinten seinen Kasten sauber hält, sondern auch vorne etwas zum Punktekonto der Jungs vom Segersweg beiträgt: als sicherer Elfmeterschütze. | Foto: kk2018/06/DSC_6974.jpg

NÜRNBERGER LAND – Im vorletzten Spieltag gilt in der Kreisliga Neumarkt-Jura Nord der bange Blick dem sich im freien Fall befindlichen heimischen Duo FC Ezelsdorf und TSV Winkelhaid. Im Gegensatz dazu kann der SV Rasch die letzten 180 Saisonminuten völlig entspannt angehen. Das letzte Auswärtsspiel führt die Elf von Spielertrainer Florian Schmidt zum TSV Wolfstein, der mit 32 Punkten ebenso wie die Rascher Jungs (33) seit vergangenem Wochenende am Klassenziel ist.

Bei Ezelsdorf und Winkelhaid zeigt die Formkurve der letzten Wochen steil nach unten: Ezelsdorf hat seine letzten sechs Spiele verloren; Winkelhaids Negativserie ist inzwischen auf elf sieglosen Spiele angewachsen.

In den letzten sechs Spielen ist den TSV-Stürmern darüber hinaus kein einziger Treffer gelungen. Das letzte Tor geht auf das Konto von Kapitän Armin Goss, der bei der 1:4-Heimniederlage am 22. April gegen Katzwang zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich traf.

Und nun warten als Gegner die Aufstiegsanwärter BSC Woffenbach und FC Wendelstein. Ezelsdorf (28 Punkte) hat im letzten Saisonheimspiel die Woffenbacher zu Gast, die die Truppe von Trainer Markus Lewey erst vor zweieinhalb Wochen mit 7:0 deklassiert hat. Identisches Szenario in Winkelhaid (26), wo das 0:5 gegen den Rangzweiten FC Wendelstein ebenso noch in frischer Erinnerung ist.

Nachdem kaum davon auszugehen ist, dass es für die beiden dem Abgrund entgegen taumelnden heimischen Sorgenkinder gegen die beiden Top-Teams der Liga etwas zu erben gibt, gehen die bangen Blicke am Fuße des Dillbergs und in der Sportparkstraße entsprechend auch zum brisanten Kellerduell zwischen dem Henger SV (24) und der DJK Schwabach (26).

Kornburg II (28), das die besten personellen Ressourcen besitzt und den durch das Spielrecht des Fußballverbands sanktionierten Einsatz von Spielern aus der ersten Mannschaft in der Reserve sicher erneut entsprechend nutzen wird, dürfte sich dagegen mit einem Sieg gegen Katzwang endgültig aller Sorgen entledigen.

Fernduell mit Wendelstein

In der Kreisklasse Ost bleibt dem TSV Feucht trotz des 3:0-Sieges im Nachholspiel beim TSV Burgthann weiterhin nur die Hoffnung, dass das Führungsduo SV Lauterhofen und SV Höhenberg auf der Zielgeraden noch Federn lässt.

Danach sieht es jedoch nicht aus. Die Lauterer haben sich mit einem 10:1-Kantersieg gegen den FC Wendelstein II an die Tabellenspitze geballert und wollen mit einem Sieg gegen die DJK Berg den Vorteil mit in den letzten Spieltag nehmen, wenn es in Höhenberg zum finalen Duell um die Meisterschaft kommt. Höhenberg selbst sollte bei den gedemütigten Wendelsteinern leichtes Spiel haben.

Dem TSV Feucht, der Platz zwei mit drei Punkten Rückstand hinterherhinkt, bleibt deshalb gar nichts anderes übrig, als gegen den FC Schwand seine Hausaufgaben zu machen und darauf zu hoffen, sich sich einer des Führungsduos überraschend noch eine Blöße gibt.

Der TSV Burgthann ziert nach der 0:3-Heimpleite gegen den TSV Feucht weiterhin das Tabellenende und ist deshalb im Gemeindederby gegen den SV Unterferrieden mehr denn je in Zugzwang. Im Fernduell mit dem FC Wendelstein II (gegen Titelaspirant SV Höhenberg) und der SG Litzlohe/Pilsach (beim TSV Pyrbaum) hilft Burgthann nur noch einen Sieg weiter. Ansonsten könnte der Abstieg bereits morgen am späten Nachmittag besiegelt sein.

SC-Abstieg ist besiegelt

In der A-Klasse Nord-Ost hat der SC Oberölsbach mit einem 3:2 im Nachholspiel gegen Stöckelsberg den vorletzten Schritt zur Meisterschaft gemacht. Der letzte soll nun bei der DJK Neumarkt folgen.

Der FSV Oberferrieden, der Platz zwei sicher hat, will seine theoretische Chance mit einem Sieg gegen des SC Eismannsberg wahren, dessen Abstieg besiegelt ist. Wie der ersten Mannschaft droht der Reserve des FC Ezelsdorf II der Gang in die Abstiegsrelegation. Nach der 3:9-Schlappe in der vorgezogenen Partie des letzten Spieltags gegen Pölling II ist für die FC-Reserve das Heimspiel gegen Woffenbach II die letzte Gelegenheit zu punkten.

Der Kampf um die Meisterschaft der A-Nord-West läuft auf ein Herzschlagfinale hinaus; zwei Runden vor Schluss können noch drei Teams Meister werden.

Den führenden TSV Wolkersdorf, der bei Hinterbänkler SV Leerstetten kaum etwas anbrennen lassen wird, und den Rangdritten Großschwarzenlohe II, der gegen Winkelhaid II seine Titelambitionen wahren will, trennen nur zwei Punkte. Dazwischen der TSV Kleinschwarzenlohe, der gegen Schlusslicht TV 48 Schwabach ebenso leichtes Spiel haben dürfte.

Der TSV Ochenbruck (4.), der den Traum vom sofortigen Wiederaufstieg zu den Akten legen musste, ist im letzten Auswärtsspiel bei Penzendorf II am Ball.

Bereits sein letztes Saisonspiel bestreitet der SV Moosbach. Die „Grün-Weißen“, denen die Abstiegsrelegation droht, steht der schwere Gang zum TSV Rohr (5.) bevor. Neben der Hoffnung, dass die Hausherren die Zügel schleifen lassen, weil es für sie um nichts mehr geht, könnte der Elf von Trainerfuchs Georg Beck in die Tatsache in Karten spielen, dass Konkurrent Rednitzhembach II auf Schwand II trifft, das ebenfalls noch nicht aus dem Schneider ist.

Entscheidungen sind gefallen

In der B-Klasse Ost sind alle Entscheidungen gefallen. Der FC Neumarkt-Süd (gegen Berngau III) hat die Meisterschaft in der Tasche und steigt direkt auf. Der FV Röthenbach, der als souveräner Zweiter in die Aufstiegsrelegation geht, gastiert in seinem letzten Auswärtsspiel beim TSV Feucht II (5.).

Rasch II (6.), der am gestrigen Freitag-Abend die FCA-Reserve zu Gast hatte, beschließt bei Pyrbaum II die Saison, während die Altdorfer, die Letzter sind, die Dreierkombi Sindlbach/Oberölsbach/Stöckelsberg II zu Gast haben.

Bereits am heutigen Samstag stehen sich Burgthann II (9.) und Unterferrieden II (12.) gegenüber.

N-Land Manfred Keilholz
Manfred Keilholz