Ein Herz für Tansania

Diakon Herbert Lang (rechts), Geschäftsführer der Rummelsberger Brüderschaft, freute sich über die Spende von Walter Költsch für die verschiedenen Hilfsprojekte in Tansania. Foto: Kippenberg2011/01/spendetansania_New_1295359923.jpg

ALTDORF – Walter Költsch hat schon viel erlebt auf seinen Reisen quer durch die Welt. Sei es mit dem Floß durch Kanada oder dem Mountainbike durch Tibet. Wichtig sind ihm die unbekannten Pfade. Nie ist der Weg zu beschwerlich, um ihn nicht zu einem Abenteuer werden zu lassen.

Besonders eindrucksvoll war für ihn ein „Hilfstransport“ ins ferne Tansania. Rund 16.000 km führte ihn sein Weg quer durch den afrikanischen Kontinent, um einen mit Rollstühlen beladenen Lkw nach Usa River zu transportieren. Ziel war das Rehabilitationszentrum und Berufsbildungswerk am Fuße des Kilimandscharo, das seit über 25 Jahren von den Rummelsbergern unterstützt wird.

15 Jahre ist dieser Hilfstransport her, doch die Eindrücke waren so prägend, dass Költsch den Menschen vor Ort auch heute noch helfen will. Er tut das ganz praktisch.

500 Euro kamen zusammen

Anlässlich seines Filmvortrags in der Stadthalle Altdorf spendete er zwei Euro von jedem verkauften Ticket für das Hilfsprojekt der Rummelsberger in Tansania. 500 Euro standen schließlich auf dem Spendenscheck, den er einem strahlenden Diakon Herbert Lang, Geschäftsführer der Rummelsberger Brüderschaft, überreichte.

Damit unterstützte er die „Stiftung Hilfen für Tansania“ der Rummelsberger, unter deren Dach drei Hilfsprojekte in Tansania koordiniert und gefördert werden. Das eine ist das bekannte Operationsprojekt „Feuerkinder“, bei dem ein Ärzte- und Pflegerteam aus Rummelsberg einmal jährlich nach Tansania reist, um Kinder mit schweren Brandverletzungen und orthopädischen Leiden zu operieren und zu behandeln.

Zum zweiten Projekt zählt das Usa River Rehabilitationszentrum, das ähnlich wie ein Berufsbildungswerk organisiert ist und jungen Menschen mit einer Behinderung eine handwerkliche Berufsausbildung ermöglicht.

Seit 25 Jahren tätig

Das dritte Projekt Faraja bei Sanya Juu ist das Ausbildungszentrum der tansanischen Diakone, zu dem auch eine Schule für Kinder und Jugendliche mit Behinderung gehört. Nach der Schulausbildung haben die jungen Menschen die Möglichkeit, in Usa River einen handwerklichen Beruf zu erlernen. Seit 25 Jahren sind Rummelsberger Diakone mit ihren Familien dort tätig und tragen dazu bei, jungen Menschen Perspektiven für ein selbstbestimmtes Leben in Würde zu ermöglichen. Rund 160 Kinder und Jugendliche werden in Usa River und Faraja betreut und ausgebildet.

Mit seiner Spende für die Stiftung „Hilfen für Tansania“ will Walter Költsch dazu beitragen, dass den jungen Menschen in Tansania auch in Zukunft geholfen werden kann.

Mathias Kippenberg/RDM

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