Zwei Unfälle, stundenlanger Stau und ein Strafverfahren

Dieselspur mit Folgen

Für einen Fahrer aus Ansbach endete der Stau mit einem bösen Erwachen. | Foto: Fotolia2016/11/Stau-Autobahn.jpg

ALTDORF – Ein Defekt an einem Sattelzug hat auf der A6 einiges nach sich gezogen.

Ein 40-jähriger Slowake war am Freitagabend mit seinem Sattelzug auf der A6 in Fahrtrichtung Waidhaus unterwegs. Nahe der „Riedener Talbrücke“ zeigte das Display seiner Zugmaschine einen technischen Defekt an. Der Kraftfahrer fuhr noch bis zum Parkplatz Rehberg weiter. Dort stellte er einen Fehler an der Dieselpumpe und den Verlust von 150 Litern Diesel fest.

Ins Rutschen geraten

Die Dieselspur auf der Fahrbahn wurde zwei nach-folgenden Autos und ihren Insassen zum Verhängnis. Die Pkw gerieten auf dem ausgelaufenen Kraftstoff ins Schleudern und rutschten in die Mittel- und Außenleitplanken. Eine Mitfahrerin wurde leicht verletzt. Beide Fahrzeuge hatten einen Totalschaden und mussten abgeschleppt werden.

Zur Reinigung musste die A6 zwischen den Abfahrten Altdorf/Leinburg und Alfeld für mehrere Stunden komplett gesperrt werden. Im Einsatz waren die Freiwillige Feuerwehr Altdorf, die Autobahnmeisterei Lauterhofen und ein Reinigungsunternehmen. Der entstandene Sachschaden wird auf 26.000 Euro geschätzt.

Im Rausch eingeschlafen

Verhängnisvoll endete der Vorfall auch für einen Autofahrer aus Ansbach. Der 34-Jährige stand mit seinem Pkw im Stau, der sich wegen des ausgelaufenen Diesels gebildet hatte. Während der Vollsperrung schlief er am Steuer seines Pkw ein.

Als eine Streife der Verkehrspolizei die Fahrertür des Pkw öffnete, schlug den Beamten eine starke Alkoholwolke entgegen. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von über 1,8 Promille. Eine Blutentnahme wurde angeordnet und ein Strafverfahren eingeleitet.

N-Land Julia Hornung
Julia Hornung