Raiba-Weihnachten

Kreisliga Nord

Ezelsdorf fängt sich Last-Minute-Ausgleich

Unter den strengen Augen der Schiedsrichterin ballerten die Ezelsdorfer (grüne Trikots) in Durchgang eins aus nahezu allen Lagen und hätten eigentlich deutlich höher als 2:0 führen müssen, das sollte sich am Ende noch rächen. | Foto: kk2017/11/fcezelsdorfdjkschwabach.jpg

NÜRNBERGER LAND – Matschig-tiefe Plätze, eine 90-minütige Rutschpartie und von oben gab‘s die kalte Dauerdusche – trotz der unfreundlichen Bedingungen, am Wetter allein lag es wohl kaum, dass die vier Nürnberger Land-Teams in der Kreisliga Nord an diesem Spieltag über einen einzigen Punkt nicht hinaus kamen.

Kreisliga Nord Neumarkt/Jura: Henger SV – TSV Winkelhaid 4:0 (3:0) – Auf einem eigentlich unbespielbaren Platz, der nach wenigen Minuten einen aufgeweichten Acker glich, verloren die Winkelhaider das nächste Spiel gegen einem in allen Belangen überlegenen Henger SV. Die TSV‘ler mussten schon wieder mit einer anderen Elf antreten und hatten von Anfang an Abstimmungsprobleme zwischen Abwehr und Mittelfeld. Keeper Heuschild musste bereits in der siebten Minute sein Können zeigen. Die Heimelf nutzte auf dem schwer bespielbaren Platz konsequent die vielen Abwehrfehler der Gäste. Beim 1:0 in der elften Minute war Weber überfordert und der Gegner konnte aus fünf Meter den Führungstreffer erzielen. Heng wurde nach diesem Tor noch druckvoller, aggressiver und die TSV-Abwehr verstand es nicht, die Gegner zu stören. Erst in der 18. Minute hatte Winkelhaid die erste Chance durch Weghorn. Leider pfiff der Schiri aber auf Abseits. Die TSV‘ler verstanden es nicht, die Mitspieler richtig einzusetzen; immer wieder machte man es dem Gegner leicht, durch Abspielfehler Chancen zu generieren. Das 2:0 resultierte aus einem Foulelfmeter in der 28. Minute Weber grätschte etwas zu ungestüm den Gegner in die Beine. Danach verflachte die Partie etwas. Kurz vor dem Pausenpfiff gelang dem Henger SV dann sogar noch das 3:0 (40.). Einen kollektiven Aussetzer in der TSV-Abwehr nutzte die Heimelf für dieses Tor.

Nach der Pause verstanden es die Winkelhaider auch weiterhin nicht, mehr Druck auszuüben. Beck hatte dann in der 51. Minute die beste Chance für Winkelhaid. Der Heimkeeper parierte seinen Schuss mit einer Glanzparade. Danach ging bei den TSV‘ler überhaupt nichts mehr und sie mussten froh sein, nicht noch das eine oder andere weitere Tor zu bekommen. Ein Lattenschuss in der 59. Minute, eine tolle Reaktion von Heuschild in der 65. Minute sind Beispiele dafür. Heng war weiterhin gefährlich und erzielte in der 74. Minute das 4:0. Bei einem Freistoß außerhalb des Strafraums verpassten einige Winkelhaider den Ball, der eigentlich als Flanke gedacht war und direkt ins Tor flatterte. Bis zum Spielende wurde der Platz nun immer schlimmer und Zufallsaktionen waren keine Seltenheit, so dass Heng seinen vierten Sieg feiern konnte.

 

FC Wendelstein – SV Rasch 3:2 (1:2) – Im Duell der Tabellennachbarn versuchten die Gastgeber die Rascher von Anbeginn an unter Druck zu setzten, die Gäste aber standen in der Defensive zunächst recht kompakt. Dies ging auch gut bis zur 12. Spielminute, ganz kurz war die Defensive der Rascher nicht vollkommen im Bilde und wurde beim 1:0 durch Bjarne Wagner überrumpelt. Die Gäste steckten den Rückstand weg und begannen ihrerseits ab der ersten Viertelstunde mit Konterangriffen zum Erfolg zu kommen, dabei setzte sich vor allem Lukas Keller erfolgreich in Szene. In der 22. Minute drang er von der linken Seite in den Wendelsteiner Strafraum ein und wurde von den Beinen geholt. Tobias Birkelbach verwandelte den fälligen Elfer zum 1:1-Ausgleich. Der zweite Auftritt von Lukas Keller dann wenige Minuten später. Er erwischte einen langen Abschlag von Torhüter Felix Ortegel, ging auf der linken Seite durch bis zur Grundline und seinen Rückpass verwandelte Florian Schmidt zur 1:2 Führung (25.). Bis zum Pausenpfiff war das Spiel ausgeglichen.

Wendelstein erhöhte zu Beginn des zweiten Durchgangs nochmals den Druck auf die Gäste, die Standen weiterhin recht gut, konnten aber nach vorne nicht mehr ganz so viel bewirken. In dieser Situation bewahrte der Rascher Keeper bei mehreren hervorragenden Rettungsaktionen sein Team vor Wendelsteiner Torerfolgen. Der Ausgleich kam dann aber recht unglücklich zustande, wegen einem zweifelhaften Foulspiel im Rascher Strafraum konnte Bjarne Wagner den ihm zugesprochenen Strafstoß zum 2:2 Ausgleich verwerten. In den letzten 20 Minuten drückte Wendelstein erheblich, Rasch versuchte Nadelstiche nach vorne zu setzen und hatte auch zwei, drei Möglichkeiten. In der 90. Minute dann das 3:2 für Wendelstein, wobei der Wendelsteiner Sidi Hertl im kompromisslosen Nachsetzen den Rascher Torhüter verletzte und dabei das Leder zum Siegtreffer unterbringen konnte. Hier hätte der Schiri auch auf Stürmerfoul entscheiden können, der Sieg für den FC war glücklich, Rasch hätte den Punkt verdient gehabt.

 

FC Ezelsdorf – DJK Schwabach 2:2 (2:0) – Bereits das regnerische Wetter deutete an, dass die Partie zwischen dem seit drei Spielen ungeschlagenen FC Ezelsdorf und Schwabach kein Fußballerleckerbissen werden wird, sondern Kampf und Engagement das Spiel entscheiden werden. Das erste Highlight der Partie führte allerdings gleich zum Torerfolg: Nach 13 Spielminuten schlenzte Daniel Schneider aus halb rechter Position einen fälligen Freistoß zur 1:0 Führung für den FC Ezelsdorf ins Tor. Der Führungstreffer zeigte Wirkung, sodass ab diesem Zeitpunkt die Heimmannschaft immer wieder gefährlich vors gegnerische Gehäuse kam. Sowohl Patrick Hemmer als auch Bastian Eckersberger fehlte dabei das letzte Glück beim Abschluss. Besser machte es dann Christian Schönweiß, der nach 30 Spielminuten die 2:0 Führung auf Vorarbeit von Patrick Hemmer erzielte.

Nach der Halbzeit war der FCE bemüht das Spiel frühzeitig zu entscheiden, die beste Möglichkeit dazu hatte Patrick Hemmer, der jedoch aus aussichtsreicher Situation vergab. Aus dem Nichts dann die Chance für die Gäste auf den Anschlusstreffer, als das Schiedsrichtergespann nach 60 Minuten auf Foulelfmeter entschied. Den fälligen Elfmeter verwandelte Alexander Steiner und löste Hoffnung auf ein Remis beim Tabellenvorletzten aus. In der 90. Spielminute war es dann tatsächlich soweit, als die Ezelsdorfer Hintermannschaft den Ball nicht klären konnte, vollendete Daniel Twardawa zum 2:2-Endstand.

N-Land Der Bote
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