Wallenstein Festspiele

Der Feldherr trinkt Tucher

Der Wallensteinfestspielverein ist zu Gast bei Brauerei Tucher. | Foto: Mock2018/05/Altdorf-Wallenstein-Tucher-3.jpg

ALTDORF – Die Traditionsbrauerei Tucher ist diese Wallenstein-Saison wieder Gastronomie-Partner der Festspiele. Eine Delegation Wallensteiner besuchte die Brauerei in Fürth und dankte für die erneut eingegangene Partnerschaft.

Die Bärte werden länger, die Hellebarden geschärft und die Krüge gefüllt. Es ist Wallensteinzeit, die fünfte Jahreszeit in Altdorf. Die Stadt riecht nach Feuer und Gebratenem, es wimmelt von Landsknechten, Musketieren, Schweden, Kosaken, Kroaten, Bürgerwehr und Zigeunern. Für jeden der rund 10.000 spielbegeisterten Bürger gibt es das richtige Lager. Bei einem derartigen Großevent ist natürlich die wichtigste Frage: „Wie viele Hektoliter Bier werden wir ausschenken?“

Der erste Vorstand des Wallensteinvereins, Ernst Bergmann, freut sich über seinen Witz. Er steht in geselliger Runde und dankt dem Geschäftsführer der Tucher-Brauerei, Fred Höfler für seine Unterstützung der diesjährigen Festspiele. Stolz überreicht er dem Brauerei-Chef die offiziellen Einladungen, der diese freudig entgegen nimmt. Die Atmosphäre ist freundschaftlich locker. Es wird geduzt, gescherzt, getrunken. Die Sonne scheint durch die Hopfenstangen in den Biergarten der Brauerei auf die kostümierte Gesellschaft.

Sonderbierdeckel für Wallenstein

Bereits letzte Saison hatte die Traditionsbrauerei anlässlich des Wallensteinspektakels den zur Speis´ nötigen Trank ins benachbarte Altdorf geliefert und die Festspiele mit einem eigens gefertigten Sonderbierdeckel beworben. Höfler ist nach wie vor beeindruckt von dem festen Zusammenhalt und dem großen ehrenamtlichen Engagement der Altdorfer, die eisern alle drei Jahre fünf Wochenenden hintereinander Geschichte spielen.

Auch Ernst Bergmann bringt seine Wertschätzung zur Geltung: „Es ist wirklich erstaunlich, gerade in dieser Zeit. Diese Leute werfen sich bei sommerlichen Temperaturen in ihre schweren Lederklamotten und ziehen das mit Enthusiasmus durch. Das ist schon bemerkenswert.“ Probleme, Mitglieder zu finden, habe der Verein keine, sagt Bergmann, ganz im Gegenteil.

800 Mitglieder

Die Zahl der Interessierten steige stetig an. 800 Menschen wirken mittlerweile aktiv im Wallensteinverein mit. Besonders das Engagement der vielen jungen Leute und die Möglichkeit, Neubürger kennenzulernen und in die Gemeinschaft zu integrieren, freuen Bergmann an seinem Verein. Derart gute Voraussetzunegn verdienen es, gefeiert zu werden.

Die Tucher-Brauerei versorgt ihre Gäste passend nach zünftig fränkischer Art: mit Gulaschsuppe nach mittelalterlichem Rezept, Kartoffelsalat, Nürnberger Würstchen, Brezen, Obazta – und Bier, natürlich. Na dann Prost, auf eine gute Festspielzeit!

N-Land Magdalena Mock
Magdalena Mock