Medizinische Hilfe für Kinder und Jugendliche im Nkoaranga-Krankenhaus – Dr. Schraml hält Vortrag in Feucht

Das medizinische Projekt „Feuerkinder“ in Tansania

Dr. Annemarie Schraml wird am Donnerstag über das Projekt „Feuerkinder“ in Feucht einen Vortrag halten. | Foto: privat2015/11/db-fuerkinder.jpg

FEUCHT – Seit dem Jahr 2000 fahren Dr. Annemarie Schraml, Chefärztin an der Cnopf’schen Kinderklinik in Nürnberg, und Dr. Heinz Giering, niedergelassener Anästhesist in Nürnberg, mit einem von Jahr zu Jahr wachsenden Team von Ärzten, Krankenschwestern und Physiotherapeuten in den Norden Tansanias, um dort im Nkoaranga-Krankenhaus Kinder und Jugendliche zu behandeln und auch Erwachsene medizinisch zu betreuen.

Alle notwendigen Materialien von Medikamenten und Narkosemitteln über Gipsbinden, bis hin zu Instrumenten, OP-Kleidung usw., werden von Spendengeldern in Deutschland gekauft, vom Team verpackt und vorab nach Tansania transportiert.

Kinder erleiden – wie in vielen Entwicklungsländern, in denen an offenen Feuerstellen gekocht wird – häufig Verbrennungen, die mangels medizinischer Hilfe zu entstellenden und die Funktion der Gelenke beeinträchtigenden Narbenkontrakturen führen. Mittels plastischer Operationen und Hauttransplantationen werden diese Fehlstellungen korrigiert. Daraus entstand für das Hilfsprojekt der Name „Feuerkinder“.

Was vor 16 Jahren als einmalige Hilfsaktion geplant war, hat sich als feste Einrichtung mit großem Erfolg etabliert. Finanziert durch Spenden, ist es eine Hilfe zur Selbsthilfe. Denn um den Kreislauf der Armut durchbrechen zu können, sind die Menschen in diesem armen Land besonders auf die Funktionsfähigkeit ihrer Beine angewiesen. Nur wenn jemand gehen kann, sind der Schulbesuch, eine Ausbildung und der Erwerb des Lebensunterhaltes möglich.

So erfolgten bisher insgesamt ca. 1600 Operationen und über 5000 ambulante Behandlungen.

Dies alles ist nur möglich, weil die Zusammenarbeit mit den Ärzten, den Schwestern und Pflegern im Team und den einheimischen Mitarbeitern hervorragend klappt. Man arbeitet Hand in Hand zusammen in einer höchst angenehmen Atmosphäre. Grundlage ist eine auf dem Evangelium basierende tiefe Beziehung und Freundschaft zwischen Menschen schwarzer und weißer Hautfarbe, evangelischen und katholischen Glaubens, die täglich durch das gemeinsame Beten z.B. vor den Mahlzeiten und kurz vor jeder Operation erneuert und gleichzeitig vertieft wird.

Dr. Annemarie Schraml wird in einem spannenden Lichtbildervortrag diese Arbeit am Donnerstag, 26. November, um 19.30 Uhr im evangelischen Gemeindehaus in Feucht in der Fischbacher Straße vorstellen.

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