Raiba-Weihnachten

Spiel der Woche

„Das ist ein Derby, da gibt es keinen Favoriten!“

Immer packend, immer spannend! Die Fans kamen bei den Duellen zwischen den Winkelhaidern und den Raschern meist auf ihre Kosten. Im fünften Versuch wollen die Blau-Weißen am Sonntag nun endlich ihren ersten Derbysieg gegen den Rivalen aus dem Schwarzachgrund einfahren. | Foto: kk2017/09/DSC_1958.jpg

WINKELHAID/RASCH – Die Blau-Weißen gegen die Rascher Jungs – in den vergangenen Jahren hat sich dieses ewige Duell zu einem echten Klassiker der Kreisliga Nord entwickelt. In den letzten vier Begegnungen haben die Winkelhaider stets den Kürzeren gezogen und hoffen nun, ihre schwarze Serie am Sonntag (15 Uhr) endlich beenden zu können. Allerdings erwischt der TSV die Rascher zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt. Die Truppe von Coach Florian Schmidt kommt als Mannschaft der Stunde in den Winkelhaider Sportpark, während die Gastgeber aktuell von einem schweren Verletzungspech geplagt werden.

2:5, 2:3, 0:1 und 1:2, so lauteten zuletzt aus Winkelhaider Sicht die Ergebnisse, wenn beide Vereine aus dem südlichen Nürnberger Land aufeinandertrafen. Es ist also kein Geheimnis, dass der ehemalige Bezirksligist mit dem kompakten Auftreten der Rascher nicht sonderlich gut zurecht kommt. Bis jetzt. Denn beim TSV besteht die Hoffnung, die Truppe aus dem Schwarzachgrund endlich knacken zu können. Gerade bei hohen Bällen hatte die Winkelhaider Defensive zuletzt deutliche Fortschritte gezeigt.

Zwei Kreuzbandrisse

Zudem ist der Saisonstart für die Winkelhaider recht ordentlich verlaufen. Mit zwei Siegen und einer Niederlage haben sie sich im oberen Tabellendrittel eingereiht. Zufrieden ist Trainer Marc Rosenberger auch deshalb, da er zuletzt urlaubs- und verletzungsbedingt eher mit einer Rumpfelf antreten musste, anstatt aus dem vollen Kader schöpfen zu können. Dabei hat sich jedoch gezeigt, dass er sich auf alle Spieler seines Kaders verlassen kann. Gegen Rasch kehren die in Woffenbach noch fehlenden Diaco-Brüder, Rico Neubert und Hanes Heuschild wieder ins Team zurück.

Aus dem Winkelhaider Lazarett gibt es allerdings nichts Gutes zu vermelden. Schon früh in der Saison haben sich Sven Abraham und Jan Reichinger einen Kreuzbandriss zugezogen. Steffen Eberling laboriert an einem Meniskus-Schaden. Und Ali Metschel sowie Tim Neubauer quälen sich mit Bänderverletzungen herum. Tim Neubauer hat zumindest zwischenzeitlich das Lauftraining wieder begonnen. Am vergangenen Sonntag gesellte sich mit Lion Kümmerl jedoch ein weiterer Spieler mit einer Muskelverletzung zur Verletztenliste. Mehr Pech geht eigentlich nicht.

Perfekter Start der Rascher

Da schaut es beim Gegner schon deutlich besser aus. Auch die Rascher müssen laut Fritz Merkel urlaubsbedingt auf ein paar Akteure verzichten, „aber das können wir als Mannschaft kompensieren“, ist sich der SVR-Boss sicher. Denn gerade in dieser Situation kommt die große Stärke der Rascher zum Tragen: die mannschaftliche Geschlossenheit. Die Meisten beim SVR spielen nun schon seit Jahren zusammen und funktionieren deshalb mittlerweile wie eine gut geölte Maschine. So dass Merkel ohne Übertreibung sagen kann: „Wir haben 18 gleichwertige Spieler. Bei uns ist die Mannschaft der Star!“

Mit dieser Strategie haben sie heuer großen Erfolg. Das spiegelt sich auch in den Ergebnissen wider. Als einziges Team der Kreisliga Nord hat der SV Rasch mit drei Siegen einen perfekten Start hingelegt und steht völlig verdient an der Tabellenspitze. „Drei Siege zum Auftakt, das gab es bei uns noch nie“, erklärt Merkel, weshalb er vom frühen Formhoch seiner Elf tatsächlich ein wenig überrascht ist, wie er zugibt. Auf ihrem selbst vorgebenen Weg, am Ende einen Platz im Mittelfeld zu erreichen, sind sie nun schon ein gutes Stück voran gekommen.

Diese positive Entwicklung ist für Merkel aber noch lange keine Garantie für den fünften Sieg in Folge im Nachbarschaftsduell mit dem Rivalen aus Winkelhaid. Stattdessen erwartet er eher ein Spiel auf Augenhöhe: Denn: „Das ist ein Derby, da gibt es keinen Favoriten!“

N-Land Krischan Kaufmann
Krischan Kaufmann