Weihnachtsmärkte eröffnet

Christkind lässt Herzen höher schlagen

Christkind Amelie eröffnete den Weihnachtsmarkt in Schwarzenbruck. | Foto: Nikolaus Praschma2017/12/schwarzenbruck-weihnachtsmarkt-1.jpg

NÜRNBERGER LAND – Das erste Adventswochenende stand ganz im Zeichen der Weihnachtsmarkt-Eröffnungen. In Feucht, Altdorf, Schwarzenbruck und Winkelhaid verzauberte das Christkind Jung und Alt.

War das ein Jubel bei den Kindern, als Christkind Anna-Lena Lutz zusammen mit Weihnachtsmann Andreas Huß im Anschluss an den Prolog vor die Reichswaldhalle trat und große Beutel mit Süßigkeiten öffnete. Dem Christkind ganz nahe sein, und dann vom Weihnachtsmann einen Schokoriegel zu bekommen – das war schon was ganz besonderes.

Anschließend folgten die Kleinen gemeinsam mit ihren Eltern dem Christkind auf den Weihnachtsmarkt. Für die festliche Musik zur Weihnachtsmarkteröffnung in Feucht sorgten der Gesangverein Feucht und der Evangelische Posaunenchor. Sänger wie Musiker freuten sich über den Applaus des zahlreichen Publikums, das den Parkplatz vor der Reichswaldhalle fast komplett ausfüllte.

Christkind Anna-Lena Lutz in Feucht, links Weihnachtsmann Andreas Huß2017/12/Prolog_9114.jpg

Gäste aus Partnergemeinden

Seit vielen Jahren richtet der Markt Feucht mit seinen Vereinen und den Partnergemeinden Crottendorf im Erzgebirge und Leutschach in der Südsteiermark das erste Weihnachtsmarkt-Wochenende aus. Beide Partnergemeinden bereichern mit ihren regionalen Erzeugnissen kulinarisch und künstlerisch das Angebot auf dem Markt. Dabei war auch heuer wieder der Crottendorfer Drechsler, der kleine Tannenbäume und verschiedenes Kunsthandwerk vor Ort drechselt. Winzerfamilien aus Leutschach boten an ihrem Stand Wein an.

Im Rathaus war eine „Cafeteria“ eingerichtet mit Torten und Kuchen und ein Stand mit original Stollen und Gebäck aus dem Erzgebirge.

Zauberhaftes Ambiente

Der Innenhof der alten Universität in Altdorf gibt seit zehn Jahren dem dortigen Weihnachtsmarkt ein ganz besonderes Ambiente. Bürgermeister Erich Odörfer und Diakon Thomas Jacoby, der neue Leiter des Wichernhauses, eröffneten den Markt am Samstagnachmittag und begrüßten Christkind Vanessa Frank. Eine Andacht zur Weihnachtsmarkteröffnung mit musikalischer Begleitung durch örtliche Kindergartenkinder hielten Diakonin Jutta Krach und Gemeinde-Assistentin Brigitte Märx. Anschließend grillten die Kinder des Kindergartens Schatzinsel Stockbrot am Lagerfeuer. Bis zum Marktende lieferte dann die Altdorfer Band Giftwood die Musik für den ersten Weihnachtsmarkt-Tag.

Premiere in Altdorf: Vanessa Frank ist das erste Christkind der Wallensteinstadt. | Foto: Alex Blinten2017/12/Weihnachtsmarkt-Altdorf.jpg

Große Krippenausstellung

Über 30 Stände öffneten am Samstag in Winkelhaid in der Budenstadt rund ums Rathaus zum dortigen 32. Weihnachtsmarkt. Christkind Elena Sadowski sprach den Prolog wieder vom Balkon am Rathaus und blieb zusammen mit seinen Engelchen ganz gelassen, als die Tontechnik kurzfristig ihren Dienst versagte. Im 3. Stock des Rathauses ist die große Krippenausstellung für Besucher geöffnet.

Die große Anzahl der ausgestellten Krippen zeigt die kreative Vielfalt. Von Jahr zu Jahr stellen immer mehr Winkelhaider und Krippenbauer aus dem Umkreis ihre Arbeiten aus. Die Krippenausstellung ist am Sonntag, 17. Dezember, von 14 bis 18 Uhr geöffnet.  Zur selben Zeit lädt auch das Weihnachts-Cafe im Mehrzwecksaal zum Verweilen ein.

Winkelhaids Christkind Elena ging mit ihren Engelchen über den Markt. | Foto: Alex Blinten2017/12/Weihnachtsmarkt-Winkelhaid1.jpg

Wärmetonnen gegen Winterkälte

Nach dem adventlich-musikalischen Auftakt des evangelischen Posaunenchores begrüßte Bürgermeister Bernd Ernstberger die Besucher des Weihnachtsmarktes in Schwarzenbruck. Neu in diesem Jahr, so Ernstberger, seien zwei kamin-ähnliche Wärmetonnen gegen die winterliche Kälte, ein Drehorgelspieler und – vor allem für die Kinder – wieder eine schöne Pferdekutsche.

Aber auch einen „Wermutstropfen“ sprach Ernstberger an: Der Schäfer Frank Zöcklein kann in diesem Jahr nicht an dem Markt teilnehmen. Viele Leser des Boten und der Nürnberger Zeitung haben erfahren, dass Anonyme einige seiner Tiere getötet und ihn selbst bedroht haben. Deswegen hat Zöcklein absagen müssen.

Auf die Begrüßung folgte der Prolog des Christkindes in Begleitung des Weihnachtsmannes. Amelie, wie die 14-jährige Gymnasiastin im Zivilleben heißt, hatte sich umso mehr auf den Prolog gefreut, als es ihr letzter war. Denn im nächsten Jahr wird eine Nachfolgerin als Schwarzenbrucker Christkind den Markt eröffnen.

N-Land Der Bote
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