Autobahndirektion präsentierte zweiten Standort an der A6

Autobahnparkplatz abgelehnt

Der Lkw-Verkehr auf der A6 hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen, deshalb werden zusätzliche Park- und WC-Anlagen benötigt. Im Landschaftsschutzgebiet an der A6 bei Oberrieden auf der Gemarkung Eismannsberg lehnt die Stadt Altdorf einen solchen Standort aber ab. | Foto: Fotolia2017/05/Autobahnparkplatz.jpg

ALTDORF – Die Stadt Altdorf bleibt bei ihrer ablehnenden Haltung in Sachen Autobahnparkplatz an der A6 bei Oberrieden. Das hat der Stadtentwicklungsausschuss auf seiner jüngsten Sitzung einstimmig bekräftigt.

Die Autobahndirektion Nordbayern will auf dem Streckenabschnitt zwischen den Anschlussstellen Altdorf-Leinburg und Alfeld eine Park- und WC-Anlage bauen. Zwischenzeitlich gibt es einen zweiten Standort, nachdem der erste nicht nur von Altdorf, sondern auch von Lauterhofen abgelehnt worden war. Dieser liegt nun auf der Gemarkung Eismannsberg, auf halber Strecke zwischen Oberrieden und Dippersricht.

Genaue Pläne liegen der Stadt Altdorf dazu noch nicht vor, weil das ganze in einem frühen Stadium der Planungen ist, die Fachleute sprechen von einer Voruntersuchung. Fest steht aber, dass die geplante PWC-Anlage im Bereich des Landschaftsschutzgebiets Südlicher Jura liegt und es innerhalb der Anlage verschiedene Biotope gibt. Hinzu kommt, dass das von der Autobahndirektion Nordbayern ins Auge gefasste Areal im Verfahrensgebiet der Flurneuordnung Eismannsberg liegt. Dieses Verfahren ist aber immer noch nicht abgeschlossen.

Wenn die Voruntersuchungen fertig sind, will die Autobahndirektion mit einem Vorentwurf auf die betroffenen Kommunen zugehen und Wasserwirtschaftsamt und die Naturschutzbehörde beteiligen. Daran soll sich dann das Planfeststellungsverfahren anschließen.

CSU-Fraktionschef Thomas Kramer hielt es im Stadtentwicklungsausschuss kurz und bündig: „Weil das Grundstück im Landschaftsschutzgebiet liegt, lehnen wir das Vorhaben ab.

Martin Tabor (SPD) lehnt es zwar auch ab, gab aber zu bedenken, dass die Autobahnparkplätze auch gebraucht werden. Deshalb merkte Kurt Eckstein an, dass die Pläne der Autobahndirektion vielleicht besser an einer Stelle weiter in Richtung Alfeld zu verwirklichen wären, weil es hier weit und breit keine Ortschaften gibt. Thomas Dietz (FW/UNA) schlug vor, die Stadt möge doch signalisieren, dass sie keine Abwasserentsorgung für eine neue PWC-Anlage übernimmt, was dann in den ablehnenden Beschluss des Ausschusses mit aufgenommen wurde.

Für die Park- und WC-Anlage an der A6 bei Moosbach läuft das Planfeststellungsverfahren. Ein Abschluss ist immer noch nicht abzusehen. Gegen diesen geplanten Autobahnparkplatz wehrt sich seit Jahren eine örtliche Bürgerinitiative.

N-Land Alex Blinten
Alex Blinten