3:1-Sieg im Kellerduell gegen Dingolfing

Altdorferinnen verlassen den Abstiegsplatz

Zusammenhalt ist die große Stärke der Altdorferinnen: Mit dem Heimsieg gegen Dingolfing haben die TVA-Mädels das Abstriegsgespenst zumindest für eine Woche aus der Wallensteinstadt vertrieben. | Foto: kk2018/02/DSC_4196-1.jpg

ALTDORF – Nach dem Schlusspfiff der Schiedsrichterin, die bei dieser Partie keinen leichten Stand hatte, waren sich alle einig, das war nichts für schwache Nerven. Die Vorgabe für die Altdorferinnen lautete eindeutig: mindestens 3:1 gegen den Tabellennachbarn TV Dingolfing gewinnen, um den direkten Abstiegsplatz zu verlassen. Letztlich gelang eine Punktlandung: 3:1 (25:16, 25:23, 16:25, 25:18). Mit einer bravourösen Energieleistung rangen die Damen des TVA die Niederbayerinnen nieder und können somit den Relegationsplatz einnehmen.

Der Cheftrainer der Altdorferinnen, Mike Raddatz, schien vor der mit Spannung erwarteten Begegnung gänzlich relaxt, er vertraue seiner Mannschaft, ließ er wissen. Und diese enttäuschte ihn auch nicht, denn sie machte von Beginn an Dampf, führte schnell 8:4 im ersten Satz, nach der Dingolfinger Auszeit sogar 13:4, um danach immer die Fäden in der Hand zu halten durch eine überlegene Spielweise, wie wir sie in den vorherigen Spielen nicht gesehen hatten.

Dabei war es Dingolfing, das beim Aufwärmprogramm den besseren Eindruck hinterlassen hatte. Auf dem Feld ist dann doch eine andere Situation, Altdorf glänzte mit sicherem Aufbau und einer tollen Blockarbeit.

Gelbe Karte für Trainer

Beide Teams liefen im zweiten Satz mit der gleichen Besetzung auf, aber jetzt nahmen die Gäste das Heft in die Hand. Bei 3:8 nahm Raddatz die erste Auszeit, es nützte nichts: 4:12 stand es kurz darauf. Es kamen Ellen Heimbucher und Luise Neumüller aufs Feld, und es wurde besser, nicht zwingend anders, aber ausgeglichener. Das verkraftete der Dingolfinger Trainer nicht, die Konsequenz: Gelbe Karte und Altdorfs Ausgleich.

Kurz darauf sah auch eine Dingolfinger Spielerin die Rote Karte wegen Schiedsrichterbeleidigung (den gefallenen Ausdruck wollen wir hier nicht wiederholen). Altdorf scheiterte zwar fast wieder an den eigenen Nerven, aber am Ende brachten die Jugendlichen Stella Schrüfer und Nadja Nawrat die wichtigen Bälle im gegnerischen Feld unter.

Altdorf zu hektisch

Altdorf war absolut im grünen Bereich, dachte man. Aber dann fing das Nervenspielchen erst so richtig an: falsche Aufstellung der Dingolfinger (vom Schiedsgericht erst spät bemerkt), Unaufmerksamkeiten der Altdorferinnen (eine ganze Reihe von Schmetterbällen landete weit außerhalb) und ein ewiges Hin und Her (Abstiegskampf pur sozusagen) mündeten in eine leichte Überlegenheit der Gäste, weil Altdorf oft einfach zu hektisch reagierte und deshalb keine geordneten Spielzüge entwickeln konnte. Zu diesem Zeitpunkt war Dingolfing immer einen Tick besser und gewann den Durchgang deutlich.

Im vierten Satz ging es nach der Devise „mehr Krampf als Kampf“ weiter bis zum 10:10. Mit etwas Glück gelangen Altdorf aber entscheidende Ballgewinne, die Hausherrinnen wurden immer sicherer und jagten auf ein Mal ihre Gäste durch die Halle. Am Ende stand dann der gewünschte 3:1-Erfolg, der auch in dieser Höhe verdient war.

Wenn auch teilweise die Altdorferinnen es mit der angekündigten Lockerheit nicht so ernst meinten, waren sie jedoch stets sehr konzentriert, Katharina Schön und Anne Blos steigerten sich von Ball zu Ball, Tina Kosikowski zeigte eine sehr solide Leistung, ebenso wie alle anderen gefielen.

Für den TV Altdorf spielten: Katharina Schön, Tina Kosikowski, Ellen Heimburger, Lisa Saß, Anne Blos, Christine Prügel, Annemarie Böhm, Lena Meier, Luise Neumüller, Nadja Nawrat und Stell Schrüfer.

Stimmen zum Spiel:

Mike Raddatz (Trainer des TV Altdorf): „Ich bin sehr zufrieden mit der Mannschaft und dem Ergebnis. Die Mädels haben all das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten.“

Andreas Urmann (Trainer des TV Dingolfing): „Wir sind auswärts einfach zu schwach, hatten unsere Nerven nicht im Griff und machten viele Eigenfehler. Dennoch haben wir noch eine Chance, es wurde durch die Niederlage zwar nicht einfacher, aber wir haben das günstigere Restprogramm.“

N-Land Willi Hanke
Willi Hanke