2. Deutsche AH-Handball-Meisterschaft

Altdorfer erwiesen sich als perfekte Gastgeber

Die Tribüne am Bleichanger war am Samstag fest in Altdorfer Hand | Foto: kk2018/01/ah_1-2.jpg
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ALTDORF – Bombenstimmung am Bleichanger. So eine Party hatte die Altdorfer Grundschulhalle schon lange nicht mehr gesehen. Bereits ab 10 Uhr morgens bebte am Samstag die rammelvolle Tribüne bei der 2. Deutschen Meisterschaft der AH-Handballer.

Die Altdorfer Anhänger und die zahlreich angereisten Schlachtenbummler der anderen Mannschaften verwandelten die altehrwürdige Sportstätte den ganzen Tag über in ein wahres Handball-Tollhaus.

Aber auch die anderen Mannschaften hatten ihre Fans mitgebracht, die dann ihre Teams lautstark anfeuerten | Foto: kk2018/01/ah_2-2.jpg

Mit Trommeln und Tröten, Anfeuerungsrufen und wilden Fangesängen trieben die aus ganz Deutschland in die Wallensteinstadt gekommenen Fans ihre Teams zu Höchstleistungen an. Am lautesten waren natürlich die Altdorfer im berühmten Block 3c, die bei jedem TVA-Treffer den Schützen kurzerhand lautstark zu einem „Handballgott“ ernannten!

Kaum ein Durchkommen: Gegen die körperlich starken Langensteinbacher fanden die Altdofer am Kreis zu selten das richtige Mittel. | Foto: kk2018/01/ah_5-1.jpg

Leider erwiesen sich die TVA-Herren nicht nur bei der Organisation des Turniers, sondern auch sportlich gesehen als perfekte Gastgeber. Denn am Ende hatten sie in Summe zu wenig „Handballgötter“ in ihren Reihen, um ihren Titel des Deutschen AH-Meisters zu verteidigen und mussten den Gästen den Vortritt lassen. Bereits nach dem zweiten Gruppenspiel war klar, dass die TVA-Männer das Finale verpassen würden.

Zunächst verloren sie gegen den späteren Sieger und neuen Deutschen Meister HT Uhingen-Holzhausen mit 9:13, dann setzte es gegen die SG 1877 Frankfurt/Nied die vorentscheidende 11:15-Pleite. Damit war das Turnier für die Gastgeber gelaufen, so dass die letzte Niederlage gegen den SV Langensteinbach (11:15) nicht mehr ins Gewicht fiel.

Voll auf Angriff gepolt! Leider kamen die Altdorfer viel zu selten so zum Torabschluss | Foto: kk2018/01/ah_3-1.jpg

Trotz des frühen Ausscheidens beim Heimturnier hielt sich der Ärger bei den Altdorfer Handballer in Grenzen. TVA-Coach Tobias Pichlik kommentierte hinterher ohne Groll: „Uns war es vor allem wichtig, dass beim Turnier alles perfekt abläuft. Außerdem haben wir heute gemerkt, dass man in anderen Bundesländern auch ganz gut Handball spielen kann.“

Viel mehr freuten sich die Altdorfer, dass sich unter ihrer Regie diese Deutsche Meisterschaft für alle Beteiligten zu einem herausragendes Erlebnis entwickelt hatte und sich der neue Titelträger, der damit automatisch auch Gastgeber des Turniers im nächsten Jahr ist, schon ordentlich strecken muss, um diese Veranstaltung noch zu toppen. 

N-Land Krischan Kaufmann
Krischan Kaufmann