Nach Obduktion

71-Jähriger auf freiem Fuß

71-jähriger Mann galt als dringend tatverdächtig. Doch die Obduktion widerspricht seinem spontanen Geständnis. | Foto: News52018/12/Altdorf-Mord.jpg

ALTDORF – Der Haftbefehl gegen den 71-jährigen Altdorfer, dessen Lebensgefährtin am Samstagabend tot aufgefunden wurde, ist aufgehoben. Gegen ihn besteht laut Staatsanwaltschaft kein dringender Tatverdacht mehr. Noch am Samstagabend hatte der Mann ausgesagt, er habe die 68-Jährige erwürgt.

Dieses spontane Schuldeingeständnis hat nun die Obduktion widerlegt, deren Ergebnis seit gestern Nachmittag vorliegt. „Es gibt keinerlei Hinweise auf einen gewaltsamen Tod“, erläutert Oberstaatsanwältin und Pressesprecherin Antje Gabriels-Gorsolke, „die Frau wurde definitiv nicht erwürgt“. Zwar laufe noch eine chemisch-toxikologische Untersuchung, gegen den 71-Jährigen bestehe jedoch kein dringender Tatverdacht mehr. Deshalb hat der zuständige Ermittlungsrichter den Haftbefehl aufgehoben. Der Mann wurde bereits aus der Untersuchungshaft entlassen. Warum der Rentner zunächst von einer Tat berichtete, die er nicht begangen hatte, gilt es laut Gabriels-Gorsolke noch zu klären.

Ein Angehöriger hatte am Samstagabend die Polizei verständigt und gemeldet, dass die 68-Jährige Opfer eines Verbrechens geworden sein könnte. In deren Wohnhaus in der Altdorfer Oberpfalzsiedlung fanden Polizeibeamte wenig später die Leiche der Frau. Ihr Lebensgefährte ließ sich widerstandslos festnehmen.

N-Land Christian Geist
Christian Geist