Alfelder Grundschule will neues Profil

Schulerhalt durch Musik

So musikalisch soll es bald in der Grundschule Alfeld zugehen, wenn das zusätzliche Profil angeboten wird. | Foto: highwaystarz, stock.adobe.com2018/02/AdobeStock_81391057.jpeg

ALFELD – Die Alfelder Grundschule soll ab dem Schuljahr 2018/19 ein zusätzliches Profil bekommen. Im Volksmusikzentrum informierten Bürgermeister Karl-Heinz Niebler und Rektorin Cosima Badewitz interessierte Eltern über die musikalische Grundschule.

Bislang hat die Alfelder Grundschule schon ein paar Profile anzubieten. Zuletzt kam im Schuljahr 2017/18 die flexible Grundschule hinzu. Schon seit vier Jahren ist man Umweltschule in Europa. Daneben beteiligt man sich am Gesundheitsförderungs- und Präventionsprogramm „Klasse 2000“ ebenso wie am EU-Schulprogramm „Wir sind dabei“ mit einer wöchentlichen Obst- und Gemüsekiste aus ökologischem Anbau.

Überhaupt liegt die im 19. Jahrhundert erbaute Schule sehr idyllisch mit großem Pausenhof und viel Grün am Albach. Doch jetzt kommt Alfeld in den Bereich, wo es problematisch wird, die Klassenstärke von 13 Schülern in einer kombinierten Klasse zu erreichen.
Aktuell werden in Alfeld 37 Mädchen und Jungen in kombinierten Klassen unterrichtet. Davon sind vier Kinder Erstklässer. Um nun die gewünschte Klassenstärke von 13 Schülern ab Herbst zu erreichen, würden neun neue Abc-Schützen benötigt.

Unterstützung vom Professor

Deshalb hat sich Bürgermeister Niebler bereits im vergangenen Jahr mit der Schulleitung zusammengesetzt, um Möglichkeiten zu eruieren. Im Januar fand schließlich in Feucht ein Treffen mit Professor Wolfgang Pfeiffer von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) statt. Es wurde bereits zugesichert, Alfeld dabei zu unterstützen, das Profil musikalische Grundschule anbieten zu können.

Schulleiterin Cosima Badewitz erklärte, dass zu verschiedenen Gelegenheiten mehr Musik durch mehr Lehrer in mehr Fächern angeboten werden soll. Jedes Kind erhalte so die Möglichkeit, ein Instrument zu erlernen, und das im Rahmen des Unterrichts am Vormittag. Dieser Musikunterricht könnte beispielsweise durch Studenten der FAU im Rahmen derer Ausbildung erfolgen.

Vorreiter im Landkreis

Da Alfeld mit dieser Profilbildung im Nürnberger Land noch eine Vorreiterrolle einnehmen würde, wäre es auch möglich, dass Kinder aus anderen Schulsprengeln hier eingeschult werden könnten. Falls Eltern dieses Angebot in Anspruch nehmen möchten, kann das Schulamt das jeweilige Kind nach Alfeld zuweisen. Dies würde bedeuten, dass der Sachaufwandsträger die Kosten für die Beförderung übernimmt. Dadurch muss das Kind zwar fahren, dies ist jedoch nicht wie bei einer Privatschule Angelegenheit der Eltern, sondern der Betrag wird übernommen. Grundsätzlich könnten auch Kinder aus den Kreisen Neumarkt und Amberg-Sulzbach das Angebot nutzen.

Bürgermeister Niebler versicherte, die musikalische Grundschule werde auf jeden Fall kommen. Er selbst werde bis zum letzten Blutstropfen für den Erhalt der Schule kämpfen. Demnächst werde bei einem Termin bei der Regierung von Mittelfranken erneut über das Projekt gesprochen.

Die Alfelder sollen in den anstehenden Bürgerversammlungen umfassend informiert werden. Niebler und Badewitz hoffen, dass sich bei den Voranmeldungen am 1. Mai für das kommende Jahr neun Kinder einschreiben, um den Fortbestand der Schule ohne Probleme zu sichern.

N-Land Kerstin Rösel
Kerstin Rösel