SC Feucht empfängt FC Coburg

„Vor dem Spaß steht harte Arbeit“

Mit dem Feiern kennen sich die Feuchter aus. Nach zwei Siegen zum Auftakt soll nun gegen Coburg der dritte Streich folgen, um dann anschließend mit den Fans im Waldstadion auf den 18. Heimsieg in Folge anzustoßen. | Foto: Zink2018/07/20180718_fuerth_feucht_ogo_0027.jpg

FEUCHT – So eine Serie haben in den letzten Jahren nicht einmal die Bayern geschafft: Der SC Feucht ist saisonübergreifend seit über einem Jahr zuhause unbesiegt. Und nicht nur das: Die letzten 17 Heimspiele im Waldstadion haben die Feuchter allesamt gewonnen, nur bei der ersten Hausaufgabe der vergangenen Saison, dem 1:1 gegen die SpVgg Erlangen, mussten die Zeidler Punkte abgeben. So gesehen versteht es sich fast schon von selbst, dass die Schlicker-Elf gegen den FC Coburg am Sonntag (11 Uhr) daheim erneut voll auf Sieg spielen wird.

Die schlechte Nachricht zuerst: Der Kärwa-Besuch der Feuchter am Sonntag fällt aus. Die gute lautet dafür: Die Fans können trotzdem mit den Spielern auf den hoffentlich dann 18. Heimsieg in Folge anstoßen. Denn die Mannschaft hat für die sogenannte „dritte Halbzeit“ nach der Partie gegen Coburg ein gemeinsames Grillen mit den SC-Anhängern im Waldstadion geplant. „Das ist eine schöne Sache“, findet auch Trainer Florian Schlicker.

Grillen und Gaudi, das passt zu einem Frühschoppenspiel. Aber wenn es nach dem SC-Coach geht, bitte alles schön der Reihe nach. Denn wie der 37-Jährige betont, „steht vor jedem Spaß erstmal harte Arbeit.“

Souveräner Aufsteiger

Apropos „harte Arbeit“. Unter dieser Kategorie muss man auf jeden Fall den kommenden Gegner einordnen. Der FC Coburg kommt zwar „nur“ als Aufsteiger in die Marktgemeinde. Aber die Oberfranken sind in der vergangenen Saison mit stolzen 71 Punkten am Ende als Tabellenzweiter der Bezirksliga Oberfranken West eingelaufen und haben sich anschließend in vier Relegationsspielen gegen die Bayreuther Vereine FSV und Saas Bayreuth mehr als souverän durchgesetzt.

Da sich der FC in der Sommerpause auch noch in der Offensive prominent verstärkt hat, sieht Schlicker auf seine Spitzenreiter das bereits erwähnte „harte Stück Arbeit“ zukommen. Zum Glück sind am Sonntag alle derzeit einsatzfähigen Spieler an Bord, so dass Schlicker gelassen abwarten kann, wer die erste Englische Woche der Saison am besten überstanden hat.

Gerade defensiv, dürften die Feuchter diesmal mehr gefordert werden, als in den ersten beiden Spielen gegen Sonnefeld und Quelle Fürth. „Coburg entwickelt nach vorne viel Wucht“, weiß Schlicker und hat dabei besonders den ehemaligen Bayernligastürmer Tevin McCullough (kam vom FC Sand) im Fokus.

Ein genaues Bild von den Qualitäten des Gegners konnten sich die SC-Verantwortlichen aber noch nicht machen, da die Coburger ihr zweites Saisonspiel unter der Woche auf nächsten Mittwoch verschoben haben. Der Erkenntnisgewinn wäre jedoch wohl eh nicht allzu groß gewesen, da es sich beim Gegner um die Sonnefelder handelt und die haben bereits beim Saisonauftakt in Feucht mit der 0:9-Klatsche bewiesen, dass die Liga heuer womöglich eine Nummer zu groß für sie ist.

So könnte der SC Feucht spielen: Sponsel – Schäf, Leikam, Uwadia, Kaya – Oltean, Eckert, Klose, Spielbühler – König, Pasko

N-Land Krischan Kaufmann
Krischan Kaufmann