Fast Pfarrer statt Behördenchef?

Zehn Azubis löcherten den Landrat bei einer Fragestunde

Eine Stunde lang beantwortete Landrat Armin Kroder den Auszubildenden alle Fragen, die ihnen auf der Seele brannten. | Foto: Landratsamt2022/06/DSC03819-scaled.jpeg

NÜRNBERGER LAND – Es war ein besonderer Lern-Nachmittag für die Auszubildenden des Landratsamts Nürnberger Land. Die beiden Ausbildungsleiterinnen Karin Wolf und Daniela Pfeiffer haben eine Fragestunde mit Landrat Armin Kroder organisiert. Zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Pandemie fand diese wieder in Präsenz statt.

Wie schaffen Sie es gleichzeitig Landrat und Bezirkstagspräsident zu sein? Wo sehen Sie sich in 10 Jahren? Wie hat sich Ihre Arbeit durch Corona verändert? Und was wären Sie heute, wenn nicht Landrat? – Mit diesen und vielen weiteren Fragen forderten die Azubis Landrat Armin Kroder bei der Azubi-Fragestunde heraus. Über eine Stunde gab dieser geduldig und ausführlich Auskunft über seine Karriere, seinen Tagesablauf und seine tägliche Motivation.

Insgesamt zehn Azubis aus allen Jahrgängen und Ausbildungsrichtungen nahmen an der Fragestunde teil und freuten sich, den Landrat so authentisch erleben zu können. Sie nutzten die Chance, mehr über ihren Chef zu erfahren.

Die Antworten

Die Antworten von Landrat Armin Kroder auf die obigen Fragen lauten übrigens:

•    Wie schaffen Sie es gleichzeitig Landrat und Bezirkstagspräsident zu sein?    „Durch gutes Zeitmanagement und mein Team. Meine Arbeit wäre ohne die Unterstützung meiner Mitarbeiter nie möglich, ohne sie würde ich nach zwei Wochen durchdrehen.“
•     Wo sehen Sie sich in 10 Jahren?   „Ich bin mit dem, was mir als Aufgaben von der Bevölkerung gegenwärtig anvertraut ist, sehr zufrieden und glücklich. Und ehrlich gesagt, was in 10 Jahren sein wird, weiß ich nicht. Wichtig ist, dass man im Leben seine Chancen nutzt und immer alles gibt, wenn man eine Aufgabe annimmt. Das werde ich auch weiterhin tun.“
•       Wie hat sich Ihre Arbeit durch Corona verändert? „Die letzten zwei Jahre waren natürlich anders als meine Arbeit davor. Corona wurde zum allgegenwärtigen Thema und hat mich beruflich
jeden Tag beschäftigt. Privat hatte ich plötzlich mehr Zeit für die Familie.“
•       Und was wären Sie heute, wenn nicht Landrat? „Vermutlich Pfarrer, auch wenn ich mal überlegt habe, Tierarzt zu werden. Letztlich bin ich aber sehr zufrieden mit meiner Berufswahl.“

Auch der ein oder anderen Frage zu politischen Themen musste sich der Landrat stellen. Eines davon: Wie läuft die Versorgung der Geflüchteten aus der Ukraine? Sehr gut, so Armin Kroder, der größte Teil der Menschen aus der Ukraine sei bei Privatpersonen untergekommen. Die Hilfsbereitschaft der Bürger*innen im Landkreis sei beindruckend und verdiene großen Respekt. Zum Abschluss nutzte er die Gelegenheit um den Mitarbeitenden in den Behörden und den ehrenamtlichen Helferkreisen ausdrücklich für ihren Einsatz zu danken.

Infos zu einer Karriere beim Landratsamt Nürnberger Land gibt es unter https://www.mein-check-in.de/nuernberger-land

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