Winkelhaids Bürgermeister sauer

Landratsamt lehnt Tempo 30 ab

In der Sportparkstraße gibt es schon eine Geschwindigkeitsbegrenzung, in der Penzenhofener Straße (rechts) dagegen lehnt das Landratsamt diese im Bereich der Schule ab. | Foto: Blinten2018/05/Tempo-30.jpg

WINKELHAID – Bürgermeister Michael Schmidt ist sauer auf die Straßenverkehrsbehörde im Landratsamt. Seit Jahren kämpft die Gemeinde Winkelhaid für einen Tempo-30-Bereich vor der Schule in der Penzenhofener Straße. Seit Jahren lehnt die Behörde in Lauf die Tempo-Beschränkung ab.

Fritz Heinicke wollte von Schmidt in der jüngsten Gemeinderatssitzung wissen, wie es denn in der Tempo-30-Sache stehe. Heinicke kann wie die meisten seiner Gemeinderatskollegen nicht nachvollziehen, dass sich in der Angelegenheit überhaupt nichts bewegt.

In Nürnberg ist es machbar

Ebenso wie der Bürgermeister, der jetzt auf die Stadt Nürnberg verweist, wo in vergleichbaren Fällen großzügig überall vor Schulen Tempo-30-Bereiche ausgeschildert werden. Nur in Winkelhaid scheint das nicht möglich zu sein.

Die jüngste Begründung der Straßenverkehrsbehörde: Der Eingang der Schule gehe ja nicht zur Penzenhofener Straße, sondern zur Sportparkstraße hinaus. So habe man ihm das erklärt, sagte Schmidt im Gemeinderat.

In Winkelhaid kann man aber beobachten, dass ein Großteil der Kinder über die Penzenhofener Straße zur Schule kommt. „Ich werde deshalb nochmal mit der Straßenverkehrsbehörde sprechen“, versicherte Schmidt Heinicke.

Aus den Reihen des Gemeinderats kam dann die Forderung, Schmidt solle doch direkt den Landrat einschalten.

Außerdem regte Heidi Mauer (Grüne) an, dass sich jede Fraktion in der Sache schriftlich direkt an Landrat Kroder wenden sollte.

N-Land Alex Blinten
Alex Blinten