Frist verlängert

Welche Autofahrer sich jetzt um einen neuen Führerschein kümmern sollten

Alte Führerscheine verlieren nach und nach ihre Gültigkeit. | Foto: Kourtides2022/04/Fuererschein.jpeg

NÜRNBERGER LAND – In den nächsten Jahren müssen alle Führerscheine, die vor dem 19. Januar 2013 ausgestellt wurden, gegen einen befristeten EU-Kartenführerschein ausgetauscht werden. Nun hat der Gesetzgeber beschlossen, die Umtauschfrist für die Geburtsjahrgänge 1953-1958 bis 19. Juli 2022 zu verlängern. Grund hierfür sind die Belastungen durch die Corona-Pandemie.

Für den Umtausch der Altführerscheine gilt ein verbindlicher Stufenplan. Die Geburtsjahrgänge 1953-1958 mit einem Führerschein, der 1998 oder früher ausgestellt wurde, sind als erste an der Reihe. Nach dem 19. Juli verlieren diese ihre Gültigkeit. Autofahrer, die dann noch ohne neuen Schein unterwegs sind, drohen Bußgelder.

Noch 2500 Personen offen

Im Nürnberger Land sind etwa 2500 Personen der betroffenen Jahrgänge registriert, die den Umtausch noch nicht beantragt haben. Da mit einem hohen Antragsaufkommen gegen Ende der Frist zu rechnen ist, empfiehlt das Landratsamt, den Umtausch so bald als möglich zu beantragen. Die Umstellung der Altführerscheine dauere in der Regel acht Wochen von der Antragsstellung bis zur Aushändigung des Führerscheines.

Die Fristen für die Jahrgänge nach 1958 bleiben im Übrigen unverändert. Somit gilt, dass beispielsweise die Papierführerscheine der Personen der Geburtsjahre 1959 bis 1964 bis zum 19. Januar 2023 umzutauschen sind. Spätestens bis 19. Januar 2033 müssen alle EU-Bürger über einen einheitlichen fälschungssicheren und auf 15 Jahre befristeten Führerschein verfügen.

Beantragen kann man den neuen Führerschein per Post, in der Gemeinde des Wohnortes oder am Landratsamt – nach Anmeldung unter Telefon 09123/9506364. Alle benötigten Unterlagen findet man im Internet unter landkreis.nuernberger-land.de. 

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