Ein Ort der Ruhe mitten in Hersbruck

Der Grundstein ist gelegt. Vorne links Irmingard Philipow (1.Vorsitzende), links daneben Christa Funk (Beisitzerin), 4. von links Renate Luther-Hünig (2. Vorsitzende), Mitte hinten Peter Meyer (Gastgeber), nicht im Bild Andrea Lohrey (Beisitzerin).2011/03/5_2_1_2_20110315_RAUM.jpg

HERSBRUCK — „Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.“ Mit diesem Zitat von Hermann Hesse begrüßte Irmingard Philipow, die Initiatorin des Projektes Raum der Stille in Hersbruck, die interessierten Frauen und Männer, die zur Gründungsversammlung des Förderkreises Raum der Stille in Peters Scheune gekommen waren. Trotz Grippe bedingter Ausfälle war die Vereinsgründung möglich.

Zuvor hatte ein Teil der Gruppe den dafür vorgesehenen Raum in der zweiten Etage des Bürgerbüros besucht. Er liegt ideal im Herzen der Stadt und ist mit dem Aufzug für alle Besucher bequem zu erreichen. Bei der Besichtigung wurden erste Ideen für die Gestaltung des Raumes ausgetauscht. Man war sich darüber einig, dass der von der Stadt Hersbruck angemietete Raum sehr gut für die zukünftige Bestimmung geeignet ist.

Die wohltuende Atmosphäre in Peters Scheune trug mit dazu bei, dass die weiteren Beratungen konstruktiv und harmonisch abliefen. Dr. Jürgen Vollhardt, Notar i. R., übernahm die Leitung für die Beratung der von ihm konzipierten Satzung und für die Wahl der Vorstandschaft. Dieser gehören vier Frauen an: Zur ersten Vorsitzenden wurde Irmingard Philipow, zur zweiten Vorsitzenden Renate Luther-Hünig gewählt. Beisitzerinnen sind Christa Funk und Andrea Lohrey.

Nachdem die Gewählten die Wahl angenommen und die Gründungsmitglieder ihre Mitgliedschaft durch Unterschrift bestätigt hatten, berichtete Philipow über die zahlreichen Aktivitäten, die diesem Tag voraus gegangen waren. Mit Worten des Dankes würdigte sie das bisher gezeigte Engagement der an dem Projekt Beteiligten, die gute Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Stadtverwaltung und die ermutigende Unterstützung, die ihr in Gesprächen mit Interessierten, der Aktion „Nachbarn werden“ und Kiss, der Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen entgegen gebracht worden war.

Der Raum der Stille wird ein Ort der Ruhe sein, offen und kostenfrei zugänglich für alle. Er ermöglicht einen Rückzug aus dem oft turbulenten Alltagsgeschehen und bietet die Möglichkeit in Stille zu verweilen, sich auf sein Innerstes zu konzentrieren und dabei zum natürlichen Einklang zu gelangen. Der Raum möchte die Besucher ermutigen, für sich etwas Gutes zu tun, ihr Wohlbefinden zu stärken, indem sie eine Atempause im Alltagsstress einlegen. Gemäß der Zielsetzung möchte der Raum der Stille beitragen zu gegenseitiger Achtsamkeit gegenüber Menschen und der gesamten Schöpfung. Menschen aller Altersstufen, Befindlichkeiten, Nationalitäten, Kulturen, Religionen und Weltanschauungen sind herzlich willkommen.

Dauer und Häufigkeit des Verweilens liegt im Ermessen des jeweiligen Gastes. Ab und an werden den Besuchern Hilfen für Entspannung und Meditation gegeben. Während der Öffnungszeiten wird im Vorraum immer eine ehrenamtliche Ansprechperson anwesend sein. Die Eröffnung des Raumes wird mit einem Tag der offenen Tür gefeiert, der Termin wird zeitgerecht bekannt gegeben.

Für die weitere erfolgreiche Realisierung des Projektes, das nicht zuletzt auch auf Finanzierungshilfen angewiesen ist, freut sich das Gründungsteam über zusätzliche Vereinsmitglieder, ehrenamtliche Mitarbeiter und Sponsoren. Menschen, die sich von dem Projekt angesprochen fühlen, es finanziell oder durch ihre Mitarbeit unterstützen wollen, melden sich telefonisch unter 09151/ 3251 oder per E-Mail an Iphilipow @ aol.com.

N-Land Hersbrucker Zeitung
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