Entwicklungsbericht des VGN

Viele Pendler: Landkreis belegt ersten Platz in Sachen Zugverkehr

Symbolbild: Zugbegegnung an der Einfahrt des Bahnhofes Neunkirchen. | Foto: Deutsche Bahn/ Uwe Miethe2022/01/ZugDeutscheBahnUweMietheNeunkirchen.jpg

NÜRNBERGER LAND – Die Menschen im Nürnberger Land fahren gerne mit dem Zug. Darauf lassen zumindest die Zahlen aus dem Verkehrsentwicklungsbericht für das Jahr 2020 des Verkehrsverbunds Großraum Nürnberg (VGN) schließen. Der Landkreis belegt in der Berechnung nämlich Platz eins.


Das Nürnberger Land liegt im Schienen-Personennahverkehr (SPNV) im Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) an der Spitze: 2019 hat der Landkreis mit 17 Prozent Anteil an der Gesamtverkehrsleitung im SPNV, laut Bericht, einen Spitzenwert erreicht. Die Menschen aus dem Nürnberger Land machten damit 2019 den größten Anteil der Schienenverkehrsleistung des VGN aus.

Gutes Angebot

Außerdem wurde mehr als ein Sechstel der SPNV-Leistungen im Verbundraum im Nürnberger Land erbracht. „Ein sehr gutes Ergebnis“, freut sich Landrat Armin Kroder. Sicherlich sei es, so der Landrat, auf die S-Bahn-Linien S 1 bis S 3 sowie auf die Pendolino- und Regionalbahnangebote zurückzuführen. In der Pressemeldung seiner Behörde meint er, dass man sehe, dass ein gutes Angebot wirklich attraktiv sei und dementsprechend auch stark genutzt werde.

Hoffnung auf Elektirfizierung

In dem Zusammenhang äußerte er die Hoffnung, „dass die positiven Signale aus Berlin anhalten und die Elektrifizierung der rechten Pegnitztalstrecke bald realisiert wird – was zu einer weiteren Qualitätsverbesserung im SPNV und dessen Infrastruktur führen wird“.

Damit könnte der Landkreis weitere Fahrgäste für den Schienenverkehr gewinnen und so die Umwelt entlasten, denkt Kroder. „Zusammen mit unseren Bemühungen im Busverkehr im Landkreis – Stichwort: Stundentaktmodell – sind dies wichtige Beiträge des Landkreises Nürnberger Land zum Klimaschutz.“

Viele Pendler

Der Bericht des VGN zeigt ferner die starken Verflechtungen des Landkreises mit der Stadt Nürnberg auf, insbesondere was die Zahl der Arbeitsplatz-Pendler angeht: „Im Jahr 2019 pendelten rund 131 000 Beschäftigte aus den VGN-Gebietskörperschaften nach Nürnberg. Die Hälfte der Berufseinpendler nach Nürnberg entfallen auf die beiden Landkreise Nürnberger Land (17,7 Prozent) und Fürth (14,9 Prozent) sowie auf die Stadt Fürth (17,9 Prozent).“

Neben der Zahl der Pendler spielt die Entwicklung der Schülerzahlen, vor allem in den Landkreisen, eine wichtige Rolle bei der Nachfrage nach Leistungen im öffentlichen Personennahverkehr, stellt der Bericht weiter fest. Hier zeigt sich im Vergleich der Schuljahre 2018/19 und 2020/21 für den Landkreis Nürnberger Land – im Gegensatz zu manch anderen Landkreisen, die dem VGN angehören – eine leicht steigende Tendenz.

Der Bericht ist einsehbar unter https://www.vgn.de/ueber-uns/berichte/vgn-verkehrsentwicklungsbericht-2020.pdf

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