Vorstellungen in Velden

Zirkus „Serano“ sucht noch ein Winterquartier

Noch stehen sie mit ihrem Lama und ihrem geschmückten Pony vor dem geschlossenen Kassenhäuschen: (v. l. ) Mario, Jernando und Layana Serano. Foto: S. Fuchs2013/11/5_2_1_2_20131123_ZIRKUS.jpg

VELDEN – Ein Zirkus gastiert derzeit im Pegnitztal. Das kleine Familienunternehmen Serano ist in diesen Tagen auf dem Toni-Wolff-Platz in Velden angekommen und lädt heute und morgen zu zwei familienfreundlichen Vorstellungen ein, Beginn jeweils um 15 Uhr.

Schon Anfang der Woche ist die Truppe, aus Betzenstein kommend, in der Stadt eingetroffen. Alles, was zu einem richtigen Zirkus gehört, haben die Seranos neben ihren Wohnwagen in 15 Anhängern und mit vier Zugmaschinen mitgebracht. Das gemütliche Zirkuszelt wurde auf dem trockenen und geschotterten Festplatz aufgebaut, daneben die Tierzelte errichtet. Die Zeit bis zu ihren Auftritten nutzten die rund ein Dutzend Familienmitglieder (drei Generationen) mit Üben, Dressur und vor allem mit Werbung machen in der Stadt und den umliegenden Orten.

Lamas, Ponys und Ziegen

Und was erwartet die kleinen und großen Zuschauer? Der 26-jährige Zirkuschef Jernando Serano zählt spontan und voller Begeisterung auf, dass dem Publikum jede Menge klassische Zirkuskunst geboten werde. Neben mehreren Tierdressuren mit sieben Ponys, einem Lama, einer Ziege und zwei Hunden stehe vielfältige Artistik auf dem Programm: Stuhlhandstand, Teller-Balancieren, Lasso- und Hula-Hoop-Kunststücke. Dazu kommen Clown-Nummern, Feuerartistik und Messerwerfen.

Neben seinem Auftritt als witziger Clown schlüpft Jernando Serano noch in einige weitere Rollen, daneben sind sein Schwager Mario, seine Ehefrau Layana und die elf- und 13-jährigen Buben Adriano und Jeromy aktiv.

Jernando Serano hofft natürlich darauf, dass das über 200 Personen fassende Zirkuszelt am Wochenende voll wird. Seit dem Frühjahr hatten sie, meist im Großraum Nürnberg gastierend, fast jede Woche an zwei bis drei Standorten aufgebaut.

In Velden finden die vorerst letzten Vorführungen in diesem Jahr statt. Und deshalb haben die Zirkusleute ein nicht ganz kleines Problem: Sie suchen ein passendes Winterquartier für die kommenden drei Monate. In dieser Zeit gibt es keine Auftritte, sondern es werden neue Ideen eingeübt, Wagen und Material müssen überholt, repariert, gestrichen und ergänzt werden. Ideal wären ein etwa zwanzig mal zwanzig Meter großes Gelände mit Wasser- und Stromanschluss sowie eine leerstehende Scheune oder gar eine Lager- oder Fabrikhalle für die Tiere und die Reparaturarbeiten. Wohnen wolle man freilich auch weiterhin in den gemütlichen Wohnwägen: „Feste Hausmauern sind nichts für mich!“

Alles werde selbstverständlich bezahlt, betont der als Zirkuskind aufgewachsene Jernando Serano, und bei der Abreise werde der Platz bestens gereinigt. Denn ab 1. März kommenden Jahres soll es weitergehen, die ersten Veranstaltungsorte für das kleine Unternehmen wurden schon ins Auge gefasst.

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