Sven Regelein folgt auf Christa Begert – Ausschüsse werden neu besetzt

Stadtrat Velden: Kanäle müssen sofort saniert werden

Die aus dem Stadtrat ausgeschiedene Christa Begert sowie Nachrücker Sven Regelein mit Bürgermeister Herbert Seitz (Mitte). Foto: S. Fuchs2015/11/6839269.jpg

Velden – Sehr anschaulich stellte in der Novembersitzung das Ingenieurbüro Miller aus Nürnberg die Ergebnisse der optischen TV-Inspektion im Ortsbereich der Staatsstraße 2162 vor. Eingangs wurde die bisherige Stadträtin Christa Begert aus dem Gremium verabschiedet und Nachrücker Sven Regelein vereidigt.

Es sei sehr bedauerlich, so Bürgermeister Herbert Seitz in seiner Laudatio, dass Christa Begert den Stadtrat verlasse, in dem sie insgesamt 23 Jahre zum Wohle der Stadt gewirkt habe. „Du verlässt den Rat in einer Phase, in der viele große und zukunftsweisende Projekte anstehen, die Du aber zum Teil mit auf den Weg gebracht hast.“ Während ihrer langen Stadtratstätigkeit habe die beruflich an der Veldener Mittelschule Beschäftigte in allen Ausschüssen mitgewirkt und die Stadt darüber hinaus bei historischen Festumzügen repräsentiert.

In dieser Zeit war Begert an der Umsetzung vieler kleiner und großer Projekte beteiligt, etwa an der energetischen Sanierung des Schulgebäudes oder der Gestaltung des Platzes hinter dem Mühltor. Für ihre besonderen Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung wurde sie von Innenminister Joachim Hermann 2011 mit einer Dankesurkunde geehrt .

Die „ehemalige“ Stadträtin bedankte sich ihrerseits abschließend für die stets gute Zusammenarbeit im Gremium. Sie sei aus rein persönlichen Gründen und im guten Einvernehmen aus ihrer Fraktion ausgeschieden. Letztere müsse jetzt leider „ohne weibliche Vertretung zurechtkommen“, so ihre Abschiedsworte.

Als nächster Nachrücker aus dem Wahlvorschlag „CSU/ Freie Bürger“ wurde der 38-jährige Sven Regelein vereidigt. Durch die notwendig gewordene Neubesetzung der Ausschüsse wird der neue Stadtrat im Finanz-, Jugend- und Kultur- sowie Rechnungsprüfungsausschuss vertreten sein. Stadtrat Andreas Taubmann ist neues Mitglied in der VG-Gemeinschaftsversammlung.

Im Sommer dieses Jahres wurden zum einen wegen des bevorstehenden Ausbaus der Staatsstraße 2162 im Gebiet der Stadt, zum anderen aber auch wegen der gesetzlich vorgeschriebenen Eigenüberwachung die Kanäle einschließlich der Leitungen zu den Sinkkästen und Hausanschlüssen im Bereich der Nürnberger Straße, dem Marktplatz und der abzweigenden Straßen gereinigt und verfilmt. Die Überarbeitung und Ergänzung des bereits vorhandenen digitalen Kanalkatasters sowie die Schadensdokumentation übernahm das Ingenieurbüro Miller aus Nürnberg.

Dipl.-Ing. (FH) Stephan Endres informierte das Stadtratsgremium zunächst zum rechtlichen Stand der Eigenüberwachungsverordnung und erläuterte anschließend ausführlich die Ergebnisse der Kanalverfilmung. Dabei zeigte sich, dass unter der Oberfläche der Straßenzüge „einiges los ist“.

Neben Rissen in den Kanalrohren sah man unter anderem sogar einen ganzen Rohrbruch (Einsturzgefahr?). Alles Mängel, die zur teilweisen Einstufung in die Zustandsklassen Null oder Eins führten, das heißt, zur sofortigen beziehungsweise kurzfristigen Sanierung. In einem Stauraumkanal fanden sich Rückstände einer „betonartigen Substanz“. Unerklärlich, so Seitz, wie sie dort hineinkam. Mit einer Satellitenkamera wurde der jeweilige Beginn eines Hausanschlusses ab der Grundstücksgrenze festgestellt und markiert. Positiv sei, so Endres, dass die Stadt kaum Probleme mit Fremdwasser in den Kanälen habe.

Eine Sanierungsplanung sei erforderlich, um die Kosten beziffern zu können. Erst dann könne sich der Stadtrat entscheiden, ob die notwendigen Sanierungsmaßnahmen zum Beispiel vor oder im Zuge des anstehenden Straßenausbaus durchgeführt werden sollen. Die Ablagerungen im Stauraumkanal müssten jedenfalls unbedingt im kommenden Jahr entfernt werden.

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