Fränkischer Albverein und Polizei suchen Zeugen

Vandalismus am Marienweg

Blaukreuz und Rotring sind noch ganz, die Maria ist verschwunden. Unbekannte haben die Täfelchen zerstört – nicht zum ersten Mal. | Foto: Schuster2020/05/wanderweg-marienweg-zerstort.jpg

NÜRNBERGER LAND – Kaum war der neue Marienweg durchs Nürnberger Land markiert (die Pegnitz-Zeitung berichtete), sind einzelne Wandermarkierungen schon zerstört. Der oder die Übeltäter kratzten teilweise die Beschriftung ab oder zerbrachen die kleinen Täfelchen.

Vielleicht haben sich die Täter ja am Symbol des Marienwegs gestört, meint Walter Schmidt, der den Abschnitt im Pegnitzgrund zwischen Röthenbach und Schwaig gekennzeichnet hat. Die Markierungszeichen zeigen die Muttergottes in rotem Gewand mit Kind in blauem Gewand auf dunkelblauem Grund.

Souvenirjäger können es nicht gewesen sein, denn die Täfelchen – elf mal acht Zentimeter groß – wurden insbesondere auf der Strecke von Lauf nach Röthenbach einfach nur beschädigt.

Zum dritten Mal

Schmidt von den Laufer Naturfreunden klebte und nagelte hier die Zeichen erstmals bereits Ende vergangenen Jahres als Ergänzung zu den schon bestehenden Wegkennzeichnungen mit Blaukreuz und Rotring. Die Zweitmarkierung im April dieses Jahres ist nun erneut demoliert worden. Der Wegemarkierer hat vor wenigen Tagen erneut, jetzt zum dritten Mal, die fehlenden Zeichen ergänzt.

Albverein und Polizei sucht Zeugen

Der Fränkische Albverein, der für die Wanderwege im Großraum zuständig ist, bittet darum, Beobachtungen von Vandalismus der Polizei zu melden (Telefon 09123/94070).

Da gerade Ortsunkundige auf die Markierungen angewiesen sind, ist es ein Problem für Wanderer, wenn der Wegverlauf nicht klar erkennbar ist. Nun hat der Markierer Hinweise angebracht, dass es sich um einen offiziellen Wanderweg handelt – verbunden mit der Bitte, von Beschädigungen abzusehen.

Der Marienweg ist ein System von Wegen, die sich mittlerweile durch ganz Franken ziehen. Sie verbinden bekannte und unbekannte Wallfahrtsorte miteinander.

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