Bei dem Unfall starb ein Mann – Weitere Personen wurden verletzt

Tödlicher Geisterfahrerunfall auf der A3

Warum der Fahrer auf der A3 in falscher Richtung unterwegs war, ist im Moment noch unklar. | Foto: News5/Grundmann2019/07/Geisterfahrer-News5.jpg

SCHWAIG – Bei einem schweren Geisterfahrerunfall auf der A3 bei Nürnberg wurden zwei Menschen verletzt, der 84–jährige Verursacher starb. Mit seinem Wagen rammte er vier Fahrzeuge, die Fahrbahn war übersät mit Trümmern und blieb in Richtung Regensburg über Stunden gesperrt.

Warum der Mann mit seinem Opel  in falscher Richtung auf die Autobahn auffuhr, ist derzeit noch unklar. Bislang skizziert die Polizei den Unfall so: Unweit des Autobahnkreuzes kollidierte der Geisterfahrer frontal mit einem Transporter. Der Kastenwagen schleifte das Auto gut 50 Meter mit, ehe beide zum Stehen kamen. Wenig später fuhr ein Ford Focus frontal in die Unfallstelle, ein Kia fuhr auf. 

Der Geisterfahrer wurde lebensgefährlich verletzt in seinem Wagen eingeklemmt. Die Feuerwehr befreite ihn, doch für den Mann kam jede Hilfe zu spät. Die Fahrerin des Fords wurde schwer, der Fahrer des Kastenwagens leicht verletzt. 

Mit großer Wahrscheinlichkeit, das ist der aktuelle Ermittlungsstand der Feuchter Verkehrspolizei, fuhr der 84-Jährige am Parkplatz Ludergraben falsch herum auf die Autobahn auf. Bis zum Unfallort am Kreuz Nürnberg war er somit rund drei Kilometer auf der falschen Spur unterwegs.

Die Autobahn war über Stunden in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Um Gaffern entgegenzuwirken, habe man laut Verkehrspolizei die parallel verlaufende Fahrbahn der A3 ebenfalls gesperrt, obwohl der Verkehr dort hätte vorbeigeleitet werden können. 

Die Staatsanwaltschaft entschied sich dagegen, einen Gutachter an die Unfallstelle zu beordern. Die Begründung: Die Ursache sei bei dem Geisterfahrer ohnehin klar.

Text: Tobias Lang, Foto: News5/Grundmann

N-Land Andrea Beck
Andrea Beck