Duschen, Waschen, Garten gießen

Tipps zum Wassersparen vom Bund Naturschutz

Wer einen Garten hat, sollte sich auch eine obligatorische Wassertonne aufstellen. | Foto: Sonja Birkelbach/stock.adobe.com2022/03/AdobeStock_81346556-scaled.jpeg

NÜRNBERGER LAND – Heute, am 22. März, ist Weltwassertag. Passend dazu ruft der Bund Naturschutz die Menschen dazu auf, sparsamer mit dem Wasser umzugehen. Außerdem gibt er hilfreiche Tipps, wie man den eigenen Verbrauch verringern kann.

Seit 1993 bereits findet der Weltwassertag am 22. März statt, seit 2002 wird er von UN-Water, einer Unterorganisation der Vereinten Nationen, organisiert. Die Bund Naturschutz (BN) Kreisgruppe Nürnberger Land ruft anlässlich des Weltwassertages die Bevölkerung auf, sparsam mit dem kostbaren Gut umzugehen und gibt entsprechende Tipps.

Trockene Zeit

Durch den Klimawandel und vermehrte Trockenperioden haben wir auch in Bayern teilweise mit Wasserknappheit zu kämpfen. Sichtbar wurde dies bei uns zum Beispiel in den trockenen Jahren 2018 und 2019, als der Bitterbach in der Bitterbachschlucht bei Lauf nahezu völlig trocken fiel„, betont Herbert Barthel, Vorsitzender der Kreisgruppe Nürnberger Land des Bund Naturschutz. „Auch bei uns ist es also notwendig, und wird notwendiger werden, sparsam mit Wasser umzugehen. Der mit Abstand größte Teil unseres Verbrauchs entfällt allerdings auf unsere Lebensmittel und Konsumgüter.“

Ein Kilo Rindfleisch, 5000 Liter Wasser

Beispiele hierfür gibt es viele, heißt es vom BN: So seien rund 25 Liter nötig, um eine Getränkedose herzustellen. In einem Kilogramm Import-Tomaten steckten etwa 40 Liter Wasser, in einem Kilogramm Papier 250 bis 700 Liter und in einem Kilogramm Rindfleisch bereits 5000 Liter. „Wer den sparsamen Umgang mit Wasser in der Landwirtschaft fördern will, sollte möglichst Lebensmittel aus regionaler und ökologischer Produktion kaufen. Denn der Vormarsch von wasserintensiven Anbaumethoden sowie der Fleischproduktion führt gerade in wasserärmeren Ländern des globalen Südens zum Absinken des Grundwasserspiegels und damit zu Bodenerosion, Versalzung und Versteppung.“

Strom sparen hilft ebenfalls

Barthel weiter: „Hinzu kommen Belastungen des natürlichen Wasserhaushalts durch giftige Düngemittel und Pestizide“, erklärt Barthel. „Aber auch bei uns ist es absehbar, dass die Landwirtschaft zunehmend Auswirkungen auf das Grundwasser haben wird.“ Auch Strom sparen hilft, den Wasserverbrauch zu senken. Ein großer Teil des Wassers in Deutschland wird nämlich zum Kühlen in Wärmekraftwerken genutzt.

Lieber Duschen als Baden

Auch beim Wasserverbrauch im Haushalt gibt es viel Einsparpotenzial. „Dass Duschen deutlich wassersparender ist und mindestens drei Mal weniger Wasser verbraucht als Baden, dürfte bekannt sein“, sagt Barthel. „Und die Start-Stopp-Taste an der Klospülung ist mittlerweile ja zum Glück auch Standard. Unser Regenwasser wird allerdings immer noch viel zu wenig genutzt. Für Gartenbesitzer sollte die Regentonne obligatorisch sein, um Regenwasser zumindest für die Pflanzenbewässerung im Garten zu nutzen.“

Das Regenwasser noch stärker nutzen

Man kann das Regenwasser aus Zisternen im Gebäude oder ohne Raumverlust versenkt im Garten zusätzlich auch für den Haushalt nutzen. Mit einer entsprechenden Pump- und Filtertechnik kann damit die Klospülung, aber auch die Waschmaschine betrieben werden. Wer eine Regenwasserzisterne nutzen möchte, sollte sich auch an seine Kommune wenden, oftmals gibt es Zuschüsse beim Bau von Regenwasseranlagen – sofern sie mit getrennten Leitungen und einer Überlaufleitung gebaut und abgenommen werden.

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