Übung bei der Feuerwehr

„Tierische“ Rettung

"Hope", ein 200 Kilogramm schwerer Pferde-Dummy, wurde von den Feuerwehrleuten über eine Schleifplatte "gerettet" und aus der Gefahrenzone gebracht. | Foto: Privat2021/11/Gro_tierrettung_FFW_Behr_Pferd1-crop.jpg

BEHRINGSERSDORF – Ein Pferd, das eine Böschung hinabgerutscht ist, eine Kuh, die in einem Schacht stecken bleibt: Solche Szenarien gibt es zwar nicht jeden Tag, aber sie nehmen zu.

Für die Retter vor Ort ist ein solcher Einsatz eine echte Herausforderung. Sie wissen nicht, was sie erwartet, und arbeiten eventuell mit einem Tier, dessen Verhalten in einer Notsituation so gut wie unkalkulierbar ist. Michael Böhler von ComCavalo, selbst auch Feuerwehrmann, schulte deshalb nun rund 20 Mitglieder der Behringersdorfer und der Schwaiger Feuerwehr sowie der Flughafenfeuerwehr einen Tag lang in Sachen „Großtierrettung“.

Grundlagenwissen in Sachen Tierrettung

Das Seminar begann mit einem theoretischen Teil, in dem Grundlagenwissen vermittelt wurde, etwa zu Reaktionen von Tieren in Stresssituationen. Mithilfe verschiedener Einsatzvideos wurde dann an positiven und negativen Beispielen gelernt.

Anschließend ging es in die Praxis: An Pferdedummy „Hope“ wurde nahe der Pegnitz geübt, wie man beispielsweise ein Notfallhalfter anlegt oder so genannte Fädeltechniken einsetzt, um Rettungsgurte unter ein Tier zu bringen, und es dann mit einer „Schleifplatte“ schonend abtransportiert. Vorher wurde noch der mutmaßliche Reiter aus der „Kickzone“ gebracht, damit er nicht von Hufen getroffen wurde.

Der Vorteil der 200 Kilogramm schweren „Hope“: Sie ließ alle Übungen geduldig über sich ergehen und verübelte Fehler nicht. Generell gilt bei Großtierrettungen: Eile und Hektik sind kontraproduktiv, Sicherheit geht vor Schnelligkeit.

 

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