Stadtwerke erhöhen Preis ab 2019

Strom in Lauf wird teurer

Foto: Schuster2015/07/strommast_zwischen_schnaittach_und_rollhofen_us1.jpg

LAUF — Strom wird in Lauf teurer: Mit Beginn des Jahres 2019 werden die Städtischen Werke den Preis für die elektrische Versorgung ihrer Kunden um etwa 3,8 Prozent anheben.

In einer Pressemitteilung spricht Stadtwerkeleiter Jürgen Ferfers von einer Strompreisanpassung, die durch Mehrbelastungen und Mehrkosten beim Einkauf entstehe und von den Werken nicht mehr abgefangen werden könne. Ferfers verweist darauf, dass die Strompreise in Lauf in den vergangenen zwei Jahren stabil gehalten werden konnten. Konkret werden die Arbeitspreise angehoben, die Grundpreise dagegen bleiben stabil.

In einer Beispielrechnung erläutern die Werke, was die Erhöhung für einen Dreipersonenhaushalt mit einem Jahresstromverbrauch von 3 500 kWh in der Grundversorgung bedeutet. Nämlich höhere Kosten von monatlich 3,47 Euro brutto. Die Preiserhöhung im Privatstrom liegt bei vier Prozent und bedeutet ebenfalls monatliche Mehrkosten von 3,47 Euro.

Anstieg der Beschaffungspreise

Die Ursachen für die Strompreis­anhebung liegen hauptsächlich im starken Anstieg der Beschaffungspreise an der Energiebörse sowie in der Erhöhung der Netzgebühren, so die Stadtwerke. Während die Unternehmen für das Lieferjahr 2017 noch durchschnittlich 30 Euro für eine Megawattstunde Strom zahlten, kostete sie in diesem Jahr mehr als 50 Euro. Zwei steigenden Bestandteile des Strompreises stehen mit den Umlagen mehrere Preisbestandteile gegenüber, die sich kaum verändern. Die EEG-Umlage sinkt zwar, was aber vom Anstieg der Offshore-Netz­umlage nahezu kompensiert wird. Die weiteren staatlich verursachten Umlagen sinken nur leicht und fallen nicht ins Gewicht. Allein der Preisbestandteil „Steuern, Abgaben und Umlagen“ mache so 2019 etwas mehr als die Hälfte des Strompreises aus.

Die durch staatliche Behörden regulierten Netzentgelte sind ein weiterer wesentlicher Bestandteil des Strompreises, sie machen 2019 im Bundesdurchschnitt etwa 25 Prozent des Strompreises aus. Eine zentrale Ursache für steigende Netzkosten ist, dass aufgrund des starken Wachstums der erneuerbaren Energien die Verteilernetze massiv aus- und umgebaut werden müssen.

Wo es möglich ist, empfehlen die Stadtwerke einen Wechsel vom Grundversorgungs- zum Privatstromtarif, was eine Einsparung in Höhe von etwa 55 Euro im Jahr für einen Musterhaushalt bedeutet.

N-Land Clemens Fischer
Clemens Fischer