Aufruf zum Mitmachen

Steine weisen Weg der Hoffnung

Mit rund 200 Steinen haben sich kleine und große Künstler schon am „Weg der Hoffnung und des Zusammenstehens“ beteiligt. Initiatorin Anja Schubert baut nun auf die weitere Unterstützung der Laufer, um den Weg zum Ziel zu führen. | Foto: Haase2020/06/Steineweg-St.-Otto-Lauf-Flach-scaled.jpg

LAUF – Rund 200 liebevoll bemalte Steine reihen sich bei der St. Otto Kirche in Lauf aneinander und bilden einen bunten „Weg der Hoffnung und des Zusammenstehens“, wie ihn Initiatorin Anja Schubert nennt.

Inspiriert von einem Zeitungsbericht in der Pegnitz-Zeitung über den Steinweg von Neunkirchen nach Speikern, kamen Anja Schubert und ihr Sohn Valentin auf die Idee, einen ähnlichen Weg auch in Lauf zu initiieren.

Er sollte am Haupteingang der St.-Otto-Kirche beginnen und bis zu den Senioren im „Altenheim bei St. Otto“ führen. Spaß für die Bemaler und eine Freude für die Senioren, die während der Corona-Krise nicht einmal mehr ihre Zimmer verlassen durften, sollte dabei rauskommen.

Ziel fast erreicht

„In der Zwischenzeit haben wir unser Ziel fast erreicht und unser gemeinsamer Weg ist für viele Bewohner von den Balkonen aus schon sichtbar“, sagt Schubert, die bereits Mitte April einen ersten Aufruf über Facebook gestartet hat.

Jeder, ob groß oder klein, jung oder alt, konnte sich am Steineweg beteiligen und nun hofft das Pfarrgemeinderatsmitglied Schubert, dass sich noch einmal Kinder und Erwachsene zum Bemalen der Steine motivieren können, um die letzten Meter des Weges bis zum Seniorenheim zu dekorieren.

Ursprünglich wollte Schubert auch den Senioren Steine zukommen lassen, damit sie sich selbst auch beteiligen können. Wegen der Hygienevorschriften ist das nicht möglich.

Jeder einzelne Stein ist für sich ein kleines Kunstwerk. /Foto: Haase2020/06/Steineweg-St-Otto-Lauf-Ente.jpg

Weg bleibt unversehrt

Begonnen den Weg zu legen haben erste Malbegeisterte schon im April. „Ich bin überrascht, dass bisher niemand Steine weggenommen hat. Neulich habe ich einen kleinen Jungen gesehen, der ganz Stolz seinen Stein gezeigt hat“, freut sich Schubert über die bisher rege Teilnahme. Manche der Steine leuchten sogar in der Nacht oder weisen sonderbare Formen auf. Bisher haben die Beteiligten ihre ­Kreativität spielen lassen, und nicht nur den Senioren, sondern auch den Passanten eine Freude gemacht.

Außerdem möchte Pfarrgemeinderatsmitglied Schubert klarstellen: „Ich habe die Kirche als Ausgangsort gewählt, weil der Weg schließlich irgendwo losgehen muss, aber es ist ein Aufruf an alle. Jeder darf mitmachen“, sagt sie, die nun hofft, dass weitere Steine hinzukommen.
Bisher endet der Steinweg am Zaun des Parkplatzes, der an die Einfahrt des Seniorenheims angrenzt.

Aufruf zum Mitmachen

Gerne kann dort weitergebaut werden, so Schubert, allerdings sollte die Einfahrt als Rettungsweg freigehalten werden, also könnte der Weg am Rand weiterführen, empfiehlt Schubert.
„Jetzt heißt es noch einmal für alle kleinen und großen Künstler ran an die Farben und den Weg der Hoffnung und des Zusammenstehens bunt bis zum Ziel zu gehen“ rufen Anja Schubert und ihr Sohn Valentin auf, der sich natürlich selbst auch fleißig beteiligt hat.

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