Konzept für Lauf

Stadt will Schulwegverkehr entzerren

Ein „neuralgischer Punkt" ist die Einmündung der Daschstraße in die Eschenauerstraße. Hier soll ein Kreisverkehr entstehen. | Foto: Buchner-Freiberger2021/10/schulwegkonzept_eschenauer_daschstra_e-crop-scaled.jpg

Lauf – Der Verkehr rund um die vielen, räumlich dicht beieinanderstehenden Schulen in Lauf rechts der Pegnitz soll sicherer werden. Dazu soll in den nächsten Jahren ein Schulweg- und Verkehrskonzept baulich umgesetzt werden, das jetzt im Stadtrat vorgestellt wurde. Zentrale Punkte sind unter anderem der Bau eines Kreisverkehrs am Knotenpunkt Eschenauer Straße/Daschstraße und die Verbindung zwischen Eschenauer Straße und Bitterbachparkplatz.

Mehrere Tausend Kinder und Jugendliche besuchen die Schulen in diesem Bereich, etwa das Gymnasium, die Kunigundenschule, das Förderzentrum, die Realschule, die Montessorischulen oder das Berufsschulzentrum. Sie kommen aus allen Richtungen, per Bus, mit dem Fahrrad, zu Fuß oder werden mit dem Auto gebracht. Vor allem am Parkplatz Bitterbachhalle, aber auch in der Hardt- oder der Eschenauer Straße wird es morgens und mittags unübersichtlich – und damit gefährlich.

Hier möchte die Stadt Abhilfe schaffen und hat dafür gemeinsam mit dem Bürgermeister, der Verwaltung und Schulleitern in Online-Workshops ein „Schulweg- und Verkehrskonzept“ erarbeitet. Ziel ist vor allem eine klare Trennung der Verkehrsarten. Konkret stehen größere Veränderungen an vier Stellen auf dem Plan.

Bussteige sollen verlagert werden

Zum einen haben die Beteiligten den Parkplatz Bitterbachhalle ins Visier gekommen. Hier sollen die Bussteige verlagert werden, und zwar in nordöstlicher Richtung, zum Sportplatz des Gymnasiums hin. Ein Großteil der „Busschüler“ sind nämlich Gymnasiasten, die so nicht erst über den gesamten Parkplatz laufen müssten. Außerdem sind ein Fahrradstreifen Richtung Gymnasium sowie ein Verbindungsweg in Richtung Montessori-Schule und Kindergarten Daschstraße angedacht. Die Anzahl der Parkplätze soll trotzdem nahezu gleich bleiben. Ein Nebeneffekt ist, dass die Bussteige barrierefrei ausgebaut werden.

Zweiter Punkt ist die Verbreiterung der Daschstraße zwischen Eschenauer Straße und Parkplatz Bitterbachhalle. Hier soll auf beiden Seiten ein Radfahrstreifen angelegt werden. Für die Fußgänger ist ein Gehweg mit Hochbord vorgesehen.

Die größte geplante Veränderung betrifft den Einmündungsbereich Daschstraße/Eschenauer Straße. Hier wartet man zu Stoßzeiten beim Linksabbiegen zum Teil mehrere Minuten, wie eine Verkehrserhebung ergeben hat. Dies könnte sich durch den Bau eines Kreisverkehrs entzerren, der zugleich dafür sorgen würde, dass die Autos auf der Eschenauer Straße langsamer fahren. Außerdem sind in dem Bereich Querungshilfen geplant.

Radweg statt Trampelpfad

Der vierte Punkt betrifft vor allem die Schüler, die aus Osten, aus Richtung Heuchling, kommen. Für sie ist der Ausbau des bisherigen „Trampelpfades“ über die Heldenwiese zu einem richtigen Fahrradweg angedacht. Von dort könnten sie über eine Querungshilfe und weiter über das Gelände der Kunigundenschule sicher zur Hardtstraße gelangen.

„Wir müssen unseren Schülern die Möglichkeit geben, sicher Fahrrad zu fahren. Dann sind auch die Sorgen der Eltern kleiner“, sagt der Leiter des CJT-Gymnasiums, Wolf Kraus, der einer der Workshop-Teilnehmer war.
Auf diese Weise könnte der Autoverkehr in der Hardtstraße, der vor allem aus sogenannten „Elterntaxis“ besteht, reduziert werden. „Der Wille ist auf beiden Seiten da“, freut sich Kraus über die Planungen der Stadt Lauf und das einstimmige Votum der Stadträte.

Diese nämlich beauftragten die Stadtverwaltung, die Maßnahmen weiterzuverfolgen, die mit drei bis fünf Millionen Euro veranschlagt sind und in den nächsten Jahren sukzessive umgesetzt werden sollen. Damit die Stadt nicht auf den Gesamtkosten sitzen bleibt, sollen zunächst Fördermöglichkeiten ausgelotet werden.
Möglicherweise will man auch den Landkreis ins Boot holen, da es sich bei einigen der Schulen um Kreis-Einrichtungen handelt, nicht um städtische. „Unsere Gedanken enden aber nicht in Lauf Nord. Wir werden das Konzept auch um Lauf Süd ergänzen, wenn die Sanierung der Altdorfer Straße ansteht“, so Bürgermeister Thomas Lang.

Nichts Neues verpassen! - Newsletter abonnieren