Altdorfer Weihnachtsmarkt

Stade Zeit in guter Stube

Das Rahmenprogramm mit Livemusik verschiedener Chöre und Künstler ist im Internet unter www.altdorf.de zu finden.Christkind Vanessa Frank liest den Prolog und eröffnet den Altdorfer Weihnachtsmarkt damit bereits zum zweiten Mal. | Foto: Gottschalk2018/12/Altdorf-Weihnachtsmarkt-Eroeffnung.jpg

ALTDORF – Am Nachmittag des 1. Dezembers haben Bürgermeister und Christkind den Altdorfer Weihnachtsmarkt eröffnet. Bereits zum elften Mal findet dieser im historischen Innenhof der alten Universität statt.

Diakon Volker Deeg und das Wichernhaus freuen sich auf die kommenden drei Wochenenden, wenn in der „guten Stube von Altdorf“ Zeit sein wird, um miteinander unterwegs zu sein, zu feiern und Begegnungen zu schaffen – zwischen Menschen mit und ohne Behinderung sowie Kindern und Erwachsenen unterschiedlicher Herkunft und Glaubensrichtungen. „In Altdorf wird Inklusion tatsächlich gelebt. Das freut mich sehr. Das ist gut so. Das ist richtig so“, sagte Deeg in seiner Ansprache und betonte, dass er froh ist, einen Beitrag dazu leisten zu können.

Naschereien vom Christkind

Mit auf der Bühne stand Vanessa Frank, die dieses Jahr bereits zum zweiten Mal das Amt des Christkindes übernimmt. In ihrem Prolog begrüßte sie die anwesenden Besucher: „Ihr guten Leut‘ von Stadt und Land, ich grüße heut zum Feste, des Weihnachtsmarktes wohlbekannt, in Altdorf meine Gäste. Als Christkind grüß ich, so ist’s Brauch, euch Kinder ganz speziell, denn ihr belebt die Weihnachtszeit, macht unsere Herzen hell.“ Sie forderte dazu auf, in der Adventszeit zur Ruhe zu kommen, sich Zeit für nahestehende Menschen zu nehmen und Vielfalt und Zusammenhalt zu leben.

Bürgermeister Erich Odörfer lobte die vielseitige Auswahl an kulinarischen Köstlichkeiten und handgefertigten Artikeln, die an den Ständen angeboten werden und bedankte sich bei den Betreibern, Organisationen und Vereinen für ihr Engagement. Sein besonderer Dank galt dem Wichernhaus, das den historischen Innenhof zur Verfügung stellt.

„Wertvollste Zeit im Jahr“

Nach den Ansprachen fand auf der Bühne eine ökumenische Andacht mit Pfarrerin Ursula Kronenberg und Gemeindereferentin Brigitte Märx statt. In Ihrer Predigt beschrieb Kronenberg die Adventszeit als eine Zeit des Wartens. Die Menschen warten auf das Ankommen Gottes. Doch dürfe nicht vergessen werden, dass er schon mitten unter uns sei, in unseren Mitmenschen.

Die Adventszeit solle dafür genutzt werden, sich seinem Nächsten zuzuwenden, und wo ginge das besser, als auf dem Weihnachtsmarkt, wo man miteinander ins Gespräch kommen kann. „Dann ist die Zeit des Wartens auch keine verschwendete Zeit, sondern die wertvollste im Jahr“, verkündet Kronenberg abschließend.

Nach der offiziellen Eröffnung hatten die Besucher die Gelegenheit, sich an den insgesamt 18 Buden mit den angebotenen Köstlichkeiten zu stärken, weihnachtliche Einkäufe zu tätigen und die gemütliche Atmosphäre des Weihnachtsmarktes zu genießen.

An einer Feuerstelle wurde Stockbrot gebacken, das Christkind verteilte kleine Naschereien an die Kinder und der Kindergarten Schatzinsel bot für Kinder Fotos mit dem Weihnachtsmann an. Seinen Ausklang fand der Eröffnungstag mit einem Konzert des tschechischen Chors Rebelcanto. Bis Sonntag, 16. Dezember, haben die Altdorfer nun die Möglichkeit, den Markt an den Adventswochenenden zwischen 15 und 20 Uhr zu besuchen.

N-Land Sabine Gottschalk
Sabine Gottschalk