270 Teilnehmer am Montag

„Spaziergänge“ in Hersbruck: Das sind die Erfahrungen der Polizei

Hersbrucks Oberer Markt und Hirschbrunnen. | Foto: HZ-Archiv/J. Ruppert2021/08/redwebBA-Heb-Oberer-Markt.jpg

HERSBRUCK – Rund 270 Menschen haben sich am Montag in Hersbruck zu einem „Corona-Spaziergang“ versammelt. Wie sich der Zug zusammensetzt und ob es bisher Probleme gab, beantwortet das Polizeipräsidium Hersbruck.

Etwa 100 Teilnehmer versammelten sich diesen Montag erneut vor dem Hirschbrunnen in Hersbruck, um gegen die Corona-Maßnahmen zu demonstrieren. Nach und nach schlossen sich dem Zug immer mehr Menschen an; die Polizei schätzt etwa 270 Personen.

Das sind Menschen, die von ihrem Demonstrationsrecht Gebrauch machen“, sagt Hersbrucks Polizeichef Bernhard Distler. Eine treibende Kraft, gar aus dem rechten Spektrum, können die Beamten bislang nicht ausmachen.

Ein Grund dafür: Bei den Zusammenkünften handelt es sich im rechtlichen Sinne um eine nicht angezeigte Versammlung, erklärt Distler. Daher gebe es keinen erkennbaren Versammlungsleiter oder Veranstalter. „Nach den bisherigen Erfahrungen verabreden sich die Teilnehmer unter anderem über soziale Medien und Chatgruppen.“

Keine erkennbare Beteiligung

Da würden auch Gruppierungen, die dem rechtspolitischen Spektrum zugeordnet werden, für die Termine werben – so wie die Partei „Der III. Weg“. Das sei dem Polizeipräsidium Mittelfranken bekannt, so Distler. „So weit wir wissen, waren Personen, die dieser Partei angehören, bislang nicht erkennbar an der Organisation beteiligt.“

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Polizeilich wird der Zug als Versammlung eingestuft. Daher galt es, Auflagen auszusprechen, wie den Gehweg zu benutzen, die Straße aber nicht. „Verstöße können Ordnungswidrigkeiten oder sogar Straftaten sein.“

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