Umbau-Pläne bis 2025

Sparkasse schließt Standorte

Symbolfoto | Foto: PZ-Archiv/Sichelstiel2020/07/symbolfoto-sparkasse-schild-rothenbach-logo.jpg

NÜRNBERGER LAND – Die Sparkasse Nürnberg wird bis 2025 weitere sieben Standorte im Landkreis schließen und acht bestehende Geschäftsstellen in reine SB-Filialen umwandeln. Damit reagiert sie nach eigenen Angaben auf ein verändertes Kundenverhalten. Man wolle das Privatkundengeschäft „für die Zukunft ausrichten“. Das Filialnetz im Nürnberger Land war zuletzt 2016 ausgedünnt worden.

Von der Schließung betroffen sind die vier Geschäftsstellen im Laufer Stadtteil Rudolfshof, im Röthenbacher Stadtteil Steinberg, in Oberferrieden sowie an der Ostbahn in Hersbruck. Zwei davon, Röthenbach-Steinberg und Hersbruck-Ostbahn, standen bereits vor zehn Jahren zur Diskussion. Nach Widerstand aus dem Landkreis entschied sich der Sparkassen-Verwaltungsrat damals aber dazu, sie zu erhalten (die Pegnitz-Zeitung berichtete).

Ebenfalls geschlossen werden nun die drei SB-Standorte Engelthal, Weißenbrunn sowie Röthenbach-Seespitze.

Als reine SB-Standorte sollen künftig die Filialen in Altensittenbach, Neunkirchen am Sand, Hüttenbach, Diepersdorf, Ottensoos, Winkelhaid, Happurg und Rückersdorf betrieben werden. Dort waren bisher noch Mitarbeiter vor Ort, wenn auch oft nur an einzelnen Wochentagen. Die bisherigen Filialen Happurg und Hartmannshof werden hingegen am Einkaufszentrum in Hohenstadt „gebündelt“.

„Nachhaltiges Bekenntnis zur Region“

Auch im Nürnberger Stadtgebiet werden Geschäftsstellen aufgegeben beziehungsweise in SB-Standorte umgewandelt. Insgesamt – in Nürnberg wie im Landkreis – fallen 18 Niederlassungen weg. Dennoch spricht das Finanzinstitut von einem „nachhaltigen Bekenntnis zur Region“: Die Umgestaltung gewährleiste, dass die Sparkasse auch künftig eine „stabile und zukunftsorientierte Rolle“ spielen könne. Die Kosteneinsparungen machten es möglich, in Digitalisierung zu investieren und zugleich den Rückgang des Ertrags durch die anhaltenden Niedrigzinsen aufzufangen.

Mit der Reduzierung des Filialnetzes werden bis 2025 rund 150 Stellen abgebaut. Betriebsbedingte Kündigungen schließt das Finanzinstitut jedoch aus. Stattdessen setze man auf Altersteilzeitangebote und „natürliche Fluktuation“.

Ihren Schritt begründet die Sparkasse mit dem Kundenverhalten: Untersuchungen hätten ergeben, dass viele Menschen nur noch einmal jährlich ihre Bankfiliale besuchen. Deshalb sei es „logische Konsequenz“, das Online- und Mobile-Banking auszubauen und Beratungsangebote an zentralen Stellen – in sogenannten Beratungscentern – zu bündeln. Man werde auch investieren, etwa in den Standort Saarstraße in Lauf. Dort ist ein größerer Umbau geplant.

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