„Laufer Sommermeile“

Drei Buden, ein Karussell

Ganz so wird es in Lauf nicht aussehen – um spätestens 20 Uhr ist nämlich Schluss. | Foto: PZ-Archiv/Brinek2020/07/kirchweih-roth-stand-mandeln-bri-scaled.jpg

LAUF. Eine „Laufer Sommermeile“ hatte die CSU-Fraktion beantragt, um den von den behördlichen Auflagen in der Coronakrise hart getroffenen Schaustellerfamilien zu helfen und ein zusätzliches Freizeitangebot während der Sommermonate zu schaffen. Der Kultur- und Sportausschuss der Kommune hat nun einstimmig beschlossen: An „dezen­tralen Standorten“ in der Innenstadt dürfen von Montag, 3. August, bis Sonntag, 23. August, drei Buden und ein Fahrgeschäft aufgestellt werden.

Allerdings gibt es mehrere Auflagen. So müssen sich die Betriebe an ein Hygienekonzept halten. Öffnen dürfen sie wochentags nur zwischen 10 und 20 Uhr sowie samstags von 10 bis 16 und sonntags von 12 bis 18 Uhr. Die Verwaltung begründet dies mit dem „Anwohnerschutz“.

Die konkrete Platzierung der Buden ist nach Angaben von Ordnungsamtschef Thomas Wanke abhängig vom Platzbedarf der Schausteller. Der Marktplatz soll aber auf jeden Fall bespielt werden. Regionale Unternehmen würden bevorzugt.

„Die Branche besteht zu 100 Prozent aus Familienunternehmen“, so Nina Bezold (CSU), „wir müssen Wege finden, dass sie – trotz Infektionsschutz – eine Perspektive hat“.

Laufkundschaft am Marktplatz

„Bis August kann sich viel ändern, sowohl in Richtung einer Lockerung als auch in die andere Richtung“, bremste Bürgermeister Thomas Lang dennoch die Erwartungen. Er hofft, dass Einzelhändler und Budenbetreiber voneinander profitieren. Deshalb sei die Innenstadt der bessere Standort als die Heldenwiese.

Kirwa goes back to Marktplatz“, freute sich Georg Schweikert von der SPD-Fraktion und erinnerte daran, dass einst die Laufer Kirchweih dort gefeiert wurde. 

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