Polizei gibt Tipps für ABC-Schützen

Sicher zur Schule

Diese drei Erstklässer beherzigen bereits einen der wichtigsten Tipps der Polizei: Am sichersten ist der Schulweg in der Gruppe.
Nächste Woche fängt die Schule wieder an – mit Masken und Tests. | Foto: PZ-Archiv/Kirchmayer2018/09/Abc-Schutzen-Erstklassler-Schulbeginn-Schulstart-Einschulung-Sc.jpg

NÜRNBERGER LAND — Am Dienstag beginnt das neue Schuljahr. Die Polizeiinspektion Lauf gibt auch dieses Jahr den Eltern der Schulanfänger wichtige Hinweise zur Sicherheit auf dem Schulweg.

Die künftigen ABC-Schützen und deren Eltern sollten die verbleibende Zeit laut Polizei nutzen, um den Weg zur Schule intensiv zu üben. Schulanfänger verlassen in der Regel zum ersten Mal allein die sichere Umgebung des Elternhauses. Die selbstständige Teilnahme am Straßenverkehr will jedoch gelernt sein. Bereits im Frühjahr führten deshalb die beiden Verkehrserzieher der Polizeiinspektion Lauf, Winkler und Drescher, mit allen Vorschulkindern im Dienstbereich ein Schulwegtraining durch. Dabei wurde vor allem das richtige Überqueren der Fahrbahn geübt.

Bei der Auswahl des Schulweges ist den Eltern der an den Grundschulen in Lauf, Heuchling, Röthenbach, Neunkirchen, Ottensoos, Schönberg, Rückersdorf, Schnaittach, ­Schwaig und Behringersdorf erhältliche Schulwegplan behilflich. In einigen Gemeinden werden gelbe Schulwegmarkierungen auf den Gehwegen angebracht.

Nicht der kürzeste, sondern der sicherste Weg

Wichtig ist, dass nicht der kürzeste, sondern der sicherste Weg zählt. Fußgängerüberwege und Ampeln sollten auch dann genutzt werden, wenn dies einen kleinen Umweg bedeuten würde. Ansonsten sollten unübersichtliche Stellen, stark befahrene Straßen, zu viele Fahrbahnüberquerungen und Straßen ohne Gehweg gemieden werden.

Der gewählte Weg sollte mit dem Kind mehrmals geübt werden. Beim Überqueren der Fahrbahn unbedingt am Bordstein („magische Grenze“) anhalten, nach links und rechts schauen, eventuell Handzeichen geben, um die Autofahrer aufmerksam zu machen. Die Fußgängerampel erklären: warten, bis Grünlicht erscheint, und vor dem Losgehen Blickkontakt mit dem Autofahrer aufnehmen. Beim Umschalten auf Rotlicht gilt: keine Panik, sondern ruhig weitergehen. Nicht zwischen parkenden Fahrzeugen oder hinter Sichthindernissen auf die Straße treten. Die Gefahren des Straßenverkehrs sollten den Kindern dabei zwar erklärt werden, ohne ihnen jedoch Angst zu machen.

Zum Abschluss übernimmt das Kind die Rolle des Lehrers und führt die Eltern. Dabei sollten die Kinder wiederholt unbemerkt beobachtet werden. So sieht man, ob sich das Kind sicher im Verkehr verhält.

Geeignete Kleidung trägt viel zur Sicherheit bei. „Ziehen Sie Ihr Kind so an, dass es auch bei schlechtem Wetter gut von anderen Verkehrsteilnehmern erkannt werden kann“, rät die Polizei.

Am besten in der Gruppe

Wichtig ist auch die richtige Zeiteinteilung. Die Kinder sollten weder zu früh noch zu spät das Elternhaus verlassen. Etwa eine Viertelstunde vor Unterrichtsbeginn sollten sie in der Schule eintreffen. Falls möglich, sollten die Kinder den Schulweg nicht allein, sondern mit Kindern aus der Nachbarschaft zurücklegen. Solch große Gruppen sind die beste Gewähr dafür, dass die Kinder nicht von Fremden belästigt werden oder gar zu Fremden ins Auto einsteigen.

Nur in Ausnahmefällen sollten die Kinder mit dem Auto zur Schule gebracht werden. Oftmals sind an- und abfahrende Autos in der näheren Umgebung der Schule die größte Gefahrenquelle für die zu Fuß gehenden Kinder.

Mit dem Fahrrad sollten Schulanfänger keinesfalls zur Schule fahren. Dies sollte frühestens nach der praktischen Radfahrausbildung in der vierten Klasse erlaubt werden.

Zur Verbesserung der Schulweg­sicherheit stehen in Lauf, Neunhof, Schnaittach, Schwaig, Schönberg, Ottensoos und Günthersbühl auch dieses Jahr wieder Schulweghelfer zur Verfügung. Der Einsatz dieser erwachsenen Schülerlotsen hat sich bereits in den letzten Schuljahren gut bewährt, weil sie den Schulweg an gefährlichen Stellen sicherer machen.

Wer an dieser ehrenamtlichen Tätigkeit interessiert ist, wird gebeten, sich mit den Schulleitungen, den betreffenden Gemeinden oder den Verkehrserziehern der Polizei in Verbindung zu setzen. Auch Senioren sind herzlich willkommen.

Wie alle Jahre wird die Polizei in den ersten Wochen nach Schulbeginn schwerpunktmäßig die Straßen und Fußgängerüberwege in der Nähe von Grundschulen überwachen. Schulbusse und -haltestellen werden ebenfalls mit einbezogen. Auch die Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeiten sowie die Gurt- und Kindersicherungspflicht werden verstärkt kontrolliert.

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