Tagespflege

Zurück unter Menschen

„Ich kann Senta jedem, der eine Tagespflege sucht, nur wärmstens empfehlen“, sagt Edgar Schewester. | Foto: Stefanie Dörr2019/05/Rummelsberg-Edgar-Schewester-1.jpg

RUMMELSBERG – Kochen, Bewegung, Gedächtnistraining: Angebote der Tagespflege bieten Senioren neue Reize und entlasten deren Angehörige.

Edgar Schewester sitzt im Wohnzimmer der Seniorentagespflege Senta in Rummelsberg und ringt mit der Fassung, als er von seinen Schlaganfällen erzählt. „Seitdem bin ich viel rührseliger als früher.“ Der 78-Jährige war früher Ausbilder und Berufsschullehrer im Berufsbildungswerk BBW der Rummelsberger Diakonie in Rummelsberg. Seit August 2018 besucht Schewester die Senta am Stephanushaus in Rummelsberg. Er hat dort neue Bekanntschaften geschlossen und genießt die Gespräche und Aktivitäten. „Es ist eine tolle Abwechslung zum Alltag zuhause, vor allem, weil ich alleine nicht mehr so beweglich bin“, so der Rentner.

Mehrere Schlaganfälle überstanden

Nach mehreren Schlaganfällen sitzt Schewester heute im Rollstuhl, verwechselt manchmal links und rechts. „Es war eine gesundheitlich und emotional sehr anstrengende Zeit. Schön, dass ich jetzt wieder unter Menschen sein kann.“

Für Angehörige ist die Tagespflege eine große Erleichterung. Sie können „die Verantwortung mal abgeben und den geliebten Menschen dabei in guten Händen wissen“, berichtet Senta-Pflegefachkraft Anna Gleißner.

Schewester verbringt gerne Zeit mit Gleißner, den anderen Mitarbeitern und Senioren. „Das Personal hier ist wirklich engagiert, kompetent und herzlich. Es schenkt uns jeden Tag ein abwechslungsreiches Programm“, sagt er. Schewester gehört zu den rüstigen Rentnern in der Senta und unterstützt andere, soweit er selbst noch kann. „Am liebsten spiele ich Tisch-Kicker oder Wörterrätsel – da helfe ich oft einer Verwandten, sie ist auch hier und schon recht dement.“

Schwerpunkt Demenzpatienten

Derzeit besuchen rund 15 Frauen und Männer die Tagespflege. Die meisten sind an einer Demenz erkrankt. „Wir betreuen sie nicht nur, sondern aktivieren und stabilisieren sie auch“, erklärt Gleißner.

Morgens, nach dem gemeinsamen Frühstück, werden tagesaktuelle Ereignisse aus der Zeitung besprochen oder Themen, die den Senioren an diesem Tag wichtig erscheinen. Anschließend gibt es Gedächtnistraining, Sing-Runden oder Märchenstunden.

„Senta hält mich fit“

Nach der Kaffeestunde um 15 Uhr werden die Tagesgäste zwischen 15.30 und 16 Uhr abgeholt oder nach Hause gebracht. „Ich kann die Senta jedem, der eine Tagesbetreuung sucht, nur wärmstens empfehlen“, sagt Schewester.

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