Ein Überblick

Weihnachtsmärkte im Nürnberger Land: Hier kommen Sie in Weihnachtsstimmung

Ein Weihnachtsmarkt wie vor Corona: Nach den jüngsten Entscheidungen aus München steht dieser Wunsch ganz oben auf dem Wunschzettel des Markts Feucht. | Foto: Herbert Bauer2021/10/Feucht-Weihnachtsmarkt-Bauer-scaled.jpg

In knapp sechs Wochen öffnen Bayerns erste Weihnachtsmärkte. Dann ohne Maske und 3G. Nach ersten Versprechungen von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger am Dienstag gaben er und Gesundheitsminister Klaus Holetschek gestern Nachmittag ihr grünes Licht für Weihnachtsmärkte in Bayern. Und wie planen die Gemeinden im Nürnberger Land?

Die derzeitigen Pläne der Kommunen hängen vom Infektionsgeschehen und den Vorgaben der Regierung ab. Zeitnah wollen Aiwanger und Holetschek noch ein detailliertes Hygienekonzept vorstellen. Jedenfalls steigt die Zuversicht, dass mit den Weihnachtsmärkten ein bisschen Normalität zurückkommt. Hier ein kleiner Überblick:


Altdorf: Weihnachtsmarkt an drei Adventswochenenden

In Altdorf will man an den ersten drei Adventswochenenden zu Glühwein und gebrannten Mandeln einladen. Der Wunschstandort: der Wichernhaushof. „Im Moment sieht es gut aus“, sagt Stefan Gubitz, Leiter des Amts für Kultur und Tourismus. Alternative Standorte wären der Rosenaupark oder der Parkplatz an der Neubaugasse. Nächste Woche soll die endgültige Entscheidung fallen.

Feucht: Rund 20 Buden auf dem Weihnachtsmarkt


Für Freude sorgte die Meldung aus München in Feucht. Schon vorher plante man einen Weihnachtsmarkt ohne Zäune, 3G und Laufrichtung. „So, wie man es kennt und liebt“, erklärt Amrei Noä, Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit in Feucht. Dann ist das Ortszentrum wieder an allen vier Adventswochenenden gefüllt mit Buden. Etwa 20 Stück soll es geben. Der Plan steht und wird bei neuen Vorgaben der Regierung entsprechend angepasst. Deswegen will Alexander Hommel, Ehrenvorsitzender des Arbeitskreises Feucht Gewerbe, noch nicht zu viel verraten: „Es wird ein Christkind, einen Weihnachtsmann und Glühwein geben“, sagt er, „solange die Corona-Ampel auf Grün steht, denn Gesundheit und das Leben der Menschen müssen Vorrang haben.“

Schwarzenbruck: Weihnachtsmarkt in gemütlichem Ambiente


In Schwarzenbruck soll der Weihnachtsmarkt am Plärrer am letzten November- und ersten Dezemberwochenende stattfinden. Zusätzlich soll es in der Bürgerhalle ein reiches Rahmenprogramm geben, das derzeit noch ausgearbeitet wird. Bürgermeister Markus Holzammer sagt: „Der Weihnachtsmarkt sollte so offen wie möglich gestaltet werden.“ Sicherheit und das „gemütliche Ambiente“ eines Weihnachtsmarktes müssen dazu aber vereint werden.


Burgthann: Weihnachtsmarkt im Kleinen


Burgthanns Bürgermeister Heinz Meyer verkündete im Gemeinderat am Dienstag, dass der Weihnachtsmarkt im kleineren Rahmen stattfindet. Am Sonntag, 12. Dezember, können die Burgthanner im Burghof in Weihnachtsstimmung kommen. Der Burgkeller bleibt in diesem Jahr jedoch geschlossen.

Leinburg: Entscheidung steht noch aus


In Leinburg ist noch keine Entscheidung gefallen. Hier gibt es traditionell gleich zwei Weihnachtsmärkte: die Dorfweihnacht in Weißenbrunn und die Brunnweihnacht in Leinburg. Die Gemeinde spricht sich dazu noch mit Veranstaltern und Vereinen ab. (ak)

Hersbruck: Stadt sucht noch ein Christkind

In Hersbruck wird es eine sportliche Angelegenheit, denn am 25. November soll der Hersbrucker Weihnachtsmarkt feierlich eröffnet werden. Wie genau das Markttreiben aussehen wird, das wird auch hier von den staatlichen Maßgaben abhängen.

Und genau auf diese warten Gerhard Kratzer, Jürgen Wild und die Hersbrucker Stadtverwaltung noch. Denn in der Sitzung zum Thema Weihnachtsmärkte in Bayern mit Berufsverbänden, Wirtschafts-, Gesundheits- und Sozialministerium sowie Vertretern der Kommunen hingen vor allem zwei Fragen im Raum: Ist ein Weihnachtsmarkt ein Markt oder eine Veranstaltung? Soll es eine Einzäunung samt 3 G-Regel geben oder nicht?

Solche Bilder sind in diesem Jahr wieder denkbar: Die Planungen für den Hersbrucker Weihnachtsmarkt mit Bühnenprogramm und Buden laufen; genaue staatliche Vorgaben fehlen noch. / Foto: U. Pfeiffer2021/10/IMG-20191219-WA0007.jpg

„Grundstimmung war, dass es keinen Zaun um die Märkte geben soll und wenn dann nur stichprobenartig 3 G-Kontrollen vorgenommen werden sollen“, erzählt Wild, der beim Online-Treffen dabei war. Aktuell gelte das Rahmenhygienekonzept für Märkte vom 20. September als Grundlage, so Wild. Doch im Lauf der Woche wollen die Staatsministerien ein spezielles Konzept für die Weihnachtsmärkte ausarbeiten, berichtet Wild.

„Dann werden wir sehen, wie wir unsere Planungen noch anpassen müssen“, sagt Daniel Högner, der stellvertretende Leiter des Hersbrucker Bürgerbüros. Daher seien die Stadt und Wirt Gerhard Kratzer auch in einem engen Austausch.

Derzeit soll der Weihnachtsmarkt ab 25. November eröffnet werden und immer Donnerstag bis Sonntag offen sein. „Mehr geht nicht, weil ich gar nicht so viel Personal habe und weil wir nicht mehr Programm zusammenbringen“, erklärt Kratzer. Die Unsicherheit sei nämlich nach wie vor groß. So wisse er nicht, ob Kindergärten und Schulklassen beim geplanten Bühnenprogramm mitwirken dürfen.

Die Betreiber der üblichen Stände hätten zudem schon zugesagt, verrät Wild. Was dagegen noch fehlt, ist ein Christkind. Das sucht Gerhard Kratzer händeringend. Wer diese Aufgabe gerne übernehmen möchte, meldet sich direkt bei ihm. Denn erst dann ist der Hersbrucker Weihnachtsmarkt komplett. (ap)

Der Laufer Weihnachtsmarkt zu einer Zeit, als Corona noch kein Thema war. Chef-Planer Horst Fischer hofft, dass der Marktplatz in diesem Dezember wieder einen ähnlich schönen Anblick bietet. /Foto: Martin Barth | Foto: Martin Barth2021/10/weihnachtsmarkt_lauf_2-crop.jpg

Lauf: Weihnachtsmarkt-Vorbereitungen haben begonnen

Der Chef-Planer des Weihnachtsmarkts in Lauf, Horst Fischer, rechnet bereits fest damit, dass die Veranstaltung auf dem Marktplatz stattfinden kann: „Wir werden die Buden in größerem Abstand aufstellen und kein Feuerwerk veranstalten, aber der Rest soll sein, wie immer.“

Soll heißen: Es gibt wohl ein Bühnenprogramm, die Besucherzahl ist unbegrenzt und der Markt darf nach allen Seiten offen sein. So ist es zumindest geplant.

Die Vorstellung eines umzäunten Markts ist Fischer ein Grauen: „Wir veranstalten ja keine Randale, sodass man uns einzäunen müsste.“ Noch steht in Lauf die freiwillige Umsetzung der 3G-Regel im Raum, was allerdings Ein- und Ausgänge und Kontrollpersonal voraussetzen würde. „In der kommenden Wochebesprechen wir uns im Rathaus zu diesem Thema“, sagt Fischer. Für ihn ist die Vorfreude jetzt spürbar: „Die Veranstalter, die Aussteller und die Leute wollen den Weihnachtsmarkt.“

Röthenbach: Markt an sieben Tagen in der Woche

Das merkt auch die Leiterin des Röthenbacher Kulturamts, Marion Stiegler. Der Röthenbacher Markt soll zum ersten Mal in der Neuen Mitte stattfinden und sieben Tage die Woche geöffnet sein. In Kürze werden die Details geklärt.

Röthenbach möchte am neuen Standort ein kulturelles Rahmenprogramm anbieten und auf Masken- und 3G-Regel verzichten. Die Gespräche mit den Ausstellern laufen bereits. „Sowohl die Bürger als auch die Budenbetreiber sind froh über die gute Nachricht: Wir sind zuversichtlich, dass der Weihnachtsmarkt stattfinden wird.“

Autoren: Antonia Kourtides, Andrea Pitsch, Andreas Sichelstiel

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