Umweltfreundliche Fortbewegungstechnologie

Wasser aus dem Auspuff

Jorgo Chatzimakakis (r.) erläutert Walter Stadelmann (Mitte) und Kryzstof Malowaniec den Wasserstoffmotor. | Foto: Franziska Stadelmann2019/05/Schwarzenbruck-Wasserstoff.jpg

ÖDP-Europa-Kandidaten informieren sich über
Wasserstofffahrzeug und den aktuellen Stand der Technik.

Der Wagen schaut aus wie ein normaler Oberklasse-SUV. Es gibt einen Tank, dessen Deckel aber einen völlig anderen Verschluss hat. Und aus dem Auspuff kommt reines Wasser.
Interessiert steht die kleine Gruppe um die Europa-Kandiaten der ÖDP, Walter Stadelmann und Krzysztof Malowaniec, auf einem Parkplatz in Schwarzenbruck und lässt sich von Jorgo Chatzimarkakis, Generalsekretär der ÖDP Saarland informieren. Auf der Rückreise von der Messe Intersolar in München am Vortag machte Chatzimarkakis in Schwarzenbruck Halt, für die interessierten ÖDP-Mitglieder aus der Region die Chance zur Information. Der 95 kw starke Motor reicht je nach Fahrweise zwischen 500 und 600 km. Ein Wasserstoffauto ist den Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor vom Aufbau her deutlich ähnlicher, als ein Elektroauto.

Chancen für die Industrie
Das birgt Chancen für die deutsche Autoindustrie und ihre Zulieferer, wenn sie schnell auf diesen Zug aufspringen, erläutert der Fahrer. Andererseits ist es aber völlig emissionsfrei und durch die damit verbundene Steuerbefreiung schon heute im oberen Preissegment als Alternative zum Tesla interessant. „Allerdings ist das Tankstellennetz überschaubar und muss dringend ausgebaut werden, wenn die Wasserstoffmotoren die Mobilität der Zukunft anführen sollen“, betont Chatzimarkakis. Die Produktion der Brennstoffzelle sei machbar und es seien keine Materialien notwendig, die umweltschädlich geborgen und importiert werden müssten.

Gasnetz nutzen

Auch die Herstellung des Wasserstoffes in Kombination mit den bestehenden erneuerbaren Energien sei „gut machbar“. Und zur Verteilung könnte das bestehende Gasnetz genutzt werden.
Chatzimarkakis lud die beiden Europa-Kandidaten der ÖDP aus der Region zu einer Spritztour mit seinem Wasserstoff Hyundai Nexo ein.

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