Parteiloser Rubel will Rathauschef werden

Visionen für ein neues Schwarzenbruck

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Mit leisen, später temperamentvolleren Klängen lud das Giftwood-Duo musikalisch ein zur Grünen-Veranstaltung, auf der Mario Rubel aus Gsteinach seine Visionen für ein neues Schwarzenbruck skizzierte. Die will er als parteiloser Bürgermeister auf dem Ticket der Grünen  verwirklichen möchte. Eingeladen hatte der Ortsvorstand mit Michaela Stolba, Günter Braun und Wolfgang Hubert.

Rubel, der in Schwarzenbruck aufwuchs und danach aus beruflichen Gründen 15 Jahre lang in München gelebt hat, malte in seiner Bewerbungsrede ein Bild des Stillstands in Schwarzenbruck:
„Keine Fahrräder, keine Kinder mehr unterwegs, Geschäfte nur noch an der B8. Wo ist das Leben auf der Straße geblieben?“, fragt er und zählt auf, was man seiner Meinung nach alles „verschlafen“ habe: den Kläranlagenneubau rechtzeitig zu planen, den Ladenleerstand zu vermeiden, ein ordentliches Radwegekonzept, Belebung der Ortsteile.

Fragwürdige Praxis

Dies komme von der Praxis, seit Generationen von Bürgermeistern den ehemaligen Geschäftsleiter der Kommune zum Rathauschef zu machen. „Daher fehlt der Blick über den Tellerrand“, kommentiert er das Verfahren. Und propagiert trotz seiner politischen Unabhängigkeit durchaus grüne Ziele: ein vielfältiges, offenes Schwarzenbruck wolle er schaffen, mit einer intakten Natur, bei dem der Mensch im Mittelpunkt steht. Tempo 30 im Ort will er durchsetzen, einen leistungsfähigeren ÖPNV, das Fahrrad solle den anderen Verkehrsmitteln gleichgestellt werden.

Fehlende Angebote für Kinder
Für die seiner Meinung nach fehlenden Angebote für Kinder will er Bolz- und Spielplätze schaffen und zwei vollwertige Fachkräfte einstellen, denn „wir haben für alles Beauftragte, aber nicht für Kinder“, resümiert er. Auf dem Zettel hat er ferner ein Mehrgenerationenhaus und selbstverständlich ein Konzept für bezahlbaren Wohnraum für junge Familien.

Leistungsfähige Verwaltung
Zu den weiteren Herausforderungen, denen er sich als unabhängiger Bürgermeister stellen will, gehören eine leistungsfähige, moderne Verwaltung, eine effektive Bürgerbeteiligung und das Vermeiden neuer Schulden. Unbedingt möchte er einen Dorfladen einrichten. „Die Herausforderungen, die auf den nächsten Bürgermeister warten, sind gewaltig. Ich bin gut vorbereitet, aber allein lässt sich das nicht schaffen.“ Aus diesem Grund ist ihm auch die parteipolitische Unabhängigkeit so wichtig: „Ich will Bürgermeister der Bürger werden, nicht einer Partei!“

N-Land Gisa Spandler
Gisa Spandler