Neue SenTa schließt eine Angebotslücke

Tagespflege für Senioren in Rummelsberg

Werner Schmidt, Leiter des Altenhilfeverbundes Rummelsberg, begrüßte die Gäste zur Einweihungsfeier der neuen Senioren-Tagespflege, kurz SenTa. | Foto: Blinten2016/09/Tagespflege1.jpg

RUMMELSBERG – Die Tagespflege für Senioren ist eine Einrichtung, die bisher im südlichen Landkreis fehlte. Jetzt schließen die Rummelsberger diese Angebotslücke. Ab sofort stehen für bis zu 17 pflegebedürftige ältere Menschen Plätze im Stephanusheim in Rummelsberg zur Verfügung. Mit einer Feier in der Altenpflege-Einrichtung weihte die Diakonie die Senioren-Tagespflege, kurz SenTa, ein.

Werner Schmidt als Leiter des Altenhilfeverbundes Rummelsberg hat an diesem Tag allen Grund zur Freude. Über 100.000 Euro hat die Diakonie in die Hand genommen, um die neue Einrichtung im Stephanusheim zu schaffen: neue Räume, neues Mobiliar und die Anschaffung eines Fahrzeugs gehörten dazu, mit dem die Pflegebedürftigen morgens abgeholt und abends wieder nach Hause gebracht werden können.

„Viele alte Menschen wollen so lange wie möglich zu Hause bleiben“, erläuterte Karl Schulz, Vorstandsmitglied der Rummelsberger Diakonie, den Anstoß für die Schaffung der Tagespflege im Stephanusheim. Viele Senioren wollen aber auch Gesellschaft, wollen nicht den ganzen Tag alleine in ihrer Wohnung sitzen. Für sie gibt es jetzt die Möglichkeit, sich tagsüber mit anderen Senioren in Rummelsberg zu treffen und abends daheim ins eigene Bett zu gehen.

Die Tagespflege-Einrichtung bietet aber auch Entlastung für pflegende Familienmitglieder, die oft rund um die Uhr für ihre pflegebedürftigen Angehörigen da sein müssen. Auch das gehört zur Grundidee der SenTa: Pflegende Angehörige gewinnen wieder freie Zeit für sich selbst.

„Tagespflege ist heutzutage einfach notwendig“, betonte der stellvertretende Landrat Norbert Reh bei der Einweihungsfeier. Als „wichtige Innovation“ bezeichnete er somit das neue Rummelsberger Angebot.

Wichtiger Partner

Häufiger Gast in Rummelsberg ist der Schwarzenbrucker Bürgermeister Bernd Ernstberger, für den die Diakonie ein wichtiger Partner ist. „Mit der Einrichtung der Tagespflege haben Sie die Zeichen der Zeit erkannt“, wandte sich Ernstberger an Werner Schmidt, dessen Altenpflegeverbund aus Sicht des Schwarzenbrucker Bürgermeisters vorbildlich arbeitet: „Hier sind die Bedingungen ideal.“ Die Tagespflege ist für Ernstberger aber auch ein guter Übergang für Menschen, die irgendwann einmal in eine stationäre Pflege wechseln müssen.

Christine Meyer ist die Leiterin der ambulanten Dienste der Rummelsberger Altenhilfe. Sie stellte die Möglichkeit für Senioren, in der Tagespflege Kontakte zu knüpfen und zu unterhalten in den Mittelpunkt ihrer Ausführungen. „Die Menschen gewinnen auch eine Struktur für den Tag.“ Dabei wünschen sich die Leute verschiedene Angebote. Die einen wollen nur einmal in der Woche in die Tagespflege kommen, andere mehrmals, wieder andere jeden Tag. Bislang ist das neue Angebot zwar noch nicht öffentlich bekannt gemacht worden, es wird aber bereits von 14 Senioren genutzt, alle aus dem südlichen Landkreis.

Die Segenshandlung bei der Einweihungsfeier der Tagespflege übernahm Pfarrerin Gabriele Gerndt. Sie hatte ein Kreuz für das Team der neuen Einrichtung dabei, das in einem der neuen Räume seinen Platz finden wird.

N-Land Alex Blinten
Alex Blinten