Jahresbilanz 2015 der Tafel Schwarzenbruck

„Schade, dass man uns braucht, ein Glück, dass es uns gibt“

Das Team Schwarzenbruck der Nürnberger Land Tafel. | Foto: Foto: privat2016/01/Tafel_Schwarzenb161.jpg

SCHWARZENBRUCK – Nach 14 arbeits- und erfolgreichen Jahren als Teamleiterin der zur Nürnberger Land Tafel e.V. gehörenden Ausgabestelle Schwarzenbruck hat Jenny Nyenhuis Anfang Februar die Leitung abgegeben. Unterstützt wurde sie in den ersten Jahren von Doris Wolf und später von Christa Ludwig als Stellvertreterinnen sowie einer großen Zahl ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer.

Erfreulicherweise konnten aus dem bestehenden Team heraus zwei neue Verantwortliche gewonnen werden, so dass seither mit Wolfram Bauer und Christa Maurer an der Spitze die wichtige Arbeit der Tafel Schwarzenbruck fortgeführt wird. Dank intensiver Werbung erhielt das Team zwischenzeitlich weitere Verstärkung durch mehrere Helferinnen und Helfer sowie zwei zusätzliche Fahrer für den Mercedes Vito. Einen wesentlichen Beitrag leistet zudem die katholische Pfarrgemeinde Schwarzenbruck, die der Tafel die notwendigen Räumlichkeiten einschließlich Strom und Heizung unentgeltlich zur Verfügung stellt. Auf dieser Grundlage wird auch in den kommenden Jahren die von der örtlichen Tafel angebotene Hilfe und Unterstützung gewährleistet sein.

Neben der wöchentlichen Lebensmittelausgabe war das Tafelteam auch 2015 wieder beim jährlichen Fahrradflohmarkt der Agenda 21 aktiv beteiligt. Das Angebot von Kuchen und Getränken durch die Damen der Tafel, das von Bernd Fischer aus Feucht bediente Glücksrad und nicht zuletzt der Erlös aus dem Verkauf herrenloser Fundfahrräder ergaben zusammen einen dreistelligen Betrag, der wie immer als Spende an die Tafel Nürnberger Land übergeben werden konnte.

Dank der Unterstützung u.a. durch die Schülertafel, den Vorstand der Nürnberger Land Tafel und nicht zuletzt private Sachspenden konnte in zahlreichen Fällen konkrete Hilfe gewährt werden. Besonders die Kinder konnten sich u.a. über den kostenlosen Besuch von Theatervorstellungen, Jugendfreizeiten, Musikunterricht und das Ferienprogramm der Gemeinde Schwarzenbruck freuen.

„Jeder gibt, was er kann“

Wie bereits in der Vergangenheit praktiziert, steht die Schwarzenbrucker Tafel nach dem Tafelmotto „Jeder gibt, was er kann“ nicht nur bereit, wenn es gilt, die gespendeten Lebensmittel zu verteilen. Neben dieser Kernaufgabe hält es die Teamleitung für ebenso wichtig, stets ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Abholerinnen und Abholer zu haben und im Bedarfsfall auch Hilfe anzubieten und zu leisten. Oft wird die Zeit des gemeinsamen Kaffeetrinkens vor der Lebensmittelausgabe hierzu genutzt.

Im Dezember fand die Jahresabschlussfeier des Tafelteams statt. An den liebevoll dekorierten Tischen stand für die Helferinnen und Helfer jeweils ein kleines Geschenk als Dankeschön für die geleistete Arbeit bereit. Bei Kaffee und Kuchen wurde die eine oder andere Geschichte vorgetragen und Manfred Igel, seit Jahren treuer Helfer und Fahrer bei der Tafel Schwarzenbruck, trug wie in den zurückliegenden Jahren mit seinem Hackbrettspiel wesentlich zur feierlichen Stimmung bei. Im Anschluss fanden auch die Kundinnen und Kunden festlich gedeckte Tische und ein reichhaltiges Kuchenbüffet vor und die Kinder nahmen kleine Überraschungen in Empfang.

Von Gänsebraten bis Putenkeule

Dank der Nachbarschaftshilfe Schwarzenbruck war es möglich, dass den Abholerinnen und Abholern zum Jahresende eine besondere Überraschung bereitet werden konnte. Unter der Leitung von Jenny Nyenhuis hatte die Nachbarschaftshilfe anläßlich des Schwarzenbrucker Weihnachtsmarktes Eintopf angeboten und den Reinerlös der örtlichen Tafel gespendet. Bereits zwei Wochen vor dem Fest konnten die Abholerinnen und Abholer individuelle Wünsche zur Bereicherung des Festtagsessens für sich und ihre Familien äußern. Das Angebot reichte von Gänsebraten über Putenkeule bis hin zu Vegetarisch.

„Schade, dass man uns braucht, aber ein Glück, dass es uns gibt“. Unter diesem Leitspruch will sich das Schwarzenbrucker Tafelteam 15 Jahre nach seiner Gründung auch 2016 den sicher nicht geringer werdenden Aufgaben und Herausforderungen stellen.

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