Kinderhaus Gsteinach

Container als Zwischenlösung

Bis September hätte die Kindertagesstätte fertig werden sollen. Doch die Eröffnung verzögert sich um mindestens zwei Monate. | Foto: Mock2019/07/Schwarzenbruck-Gsteinach-Kindergarten-KiTa-1.jpg

GSTEINACH – Das Kinderhaus in Gsteinach wird nicht rechtzeitig fertig. Gut 100 Plätze sind jedoch schon vergeben. Jetzt soll eine Zwischenlösung helfen.

Platz für 125 Kinder wird das Kinderhaus „Wurzel aus Acht“ bieten, wenn es fertig ist. Es ist der sechste Kindergarten der Gemeinde Schwarzenbruck. Träger der neuen Einrichtung ist der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB). Im September sollte das Vier-Millionen-Projekt ursprünglich seine Türen öffnen und 25 Krippen-, 50 Kindergarten- und 50 Hortkinder aufnehmen. Doch daraus wird nun nichts. Die geplante Einweihung verzögert sich um mindestens zwei Monate.

Der Hauptgrund sei, dass sich die Gemeinde von dem ursprünglich beauftragten Haustechniker trennen musste. „Die Zusammenarbeit hat keinen Sinn mehr gemacht“, erklärt der Geschäftsleiter der Gemeinde, Sebastian Legat. Immer wieder habe er die vorgegebenen Termine versäumt und sei in Verzug geraten, bis ihn die Gemeinde schließlich entlassen hat. Ein Büro aus Wendelstein hat die Arbeiten übernommen.

Vom Unwetter versehrt

Das Unwetter, das Ende Juni auch die Post in Altdorf verwüstet hat (wir berichteten), habe dem Rohbau ebenfalls zugesetzt. Der Starkregen sei durch das unfertige Dach gebrochen, das gegen einen solchen Sturm nicht genügend gesichert gewesen sei, berichtet Legat. Der Schaden habe sich jedoch in Grenzen gehalten.

Die Gemeinde hat die betroffenen Eltern derweil informiert und für nähere Details einen Elternabend anberaumt. Legat betont: „Wir wollen das, was wir versprochen haben, auch halten. Wir arbeiten Hand in Hand mit dem ASB daran, so schnell wie möglich fertig zu werden und in der Zwischenzeit eine gute Alternative zu stellen.“

Die Betreuung ab dem 7. Oktober sei für alle Kindergartenkinder gesichert, die einen Platz bestätigt bekommen haben. Zwei geeignete Orte haben die Schwarzenbrucker derzeit als Übergangslösung in Aussicht, an denen Container aufgestellt werden und als Ersatz dienen könnten.

Über 100 Anfragen

Tino Städler, Geschäftsführer des ASB Nürnberger Land, findet eine Containerlösung gut. „Es ist immer der Inhalt, der bei so etwas zählt“, erklärt er. Wenn die Raummodule entsprechend eingerichtet seien, sehe er kein Problem. Schon zuvor habe der ASB gute Erfahrungen damit gemacht. So etwa in Feucht, wo die Kinder und Betreuer bis zur Fertigstellung der Kindertagesstätte Lieblingsplatz auch in Containern untergebracht waren. Der Bedarf an Kindergartenplätzen ist weiterhin groß. Über 100 Anfragen hat der ASB für das neue Gsteinacher Kinderhaus bis jetzt erhalten.

In der heutigen Gemeinderatssitzung wird Architekt Reinhard Graf den aktuellen Stand des Bauprojekts genauer erläutern. Die Sitzung beginnt um 18.30 Uhr im Saal des Schwarzenbrucker Rathauses mit einer Bürgerfragestunde.

N-Land Magdalena Gray
Magdalena Gray