Rummelsberger Diakonie sucht Nachfolger

Ein Chef für zwei Ämter

Dr. Günter Breitenbach (rechts) bei seiner Einführung Anfang 2011. Nun geht er dem Ruhestand entgegen. | Foto: Archiv2018/12/Rummelsberg-Breitenbach-Einfuehrung-2011.jpg

RUMMELSBERG – Ein Jahr, bevor Dr. Günter Breitenbach in Ruhestand geht, hat die Suche nach einer Nachfolge begonnen. Es gilt eine Funktion neu zu besetzen, die in Deutschland wohl einmalig ist: Der Vorstandsvorsitz bei den Rummelsbergern hat zeitgleich das Rektorenamt für alle Rummelsberger Diakone inne. „Wir müssen bei der Wahl beachten, dass beide Perspektiven zum Tragen kommen,“ sagt Regionalbischof Prof. Dr. Stefan Ark Nitsche. Er leitet das Wahlgremium.

Nach der offiziellen Ausschreibung im kirchlichen Amtsblatt sowie regionalen und überregionalen Medien zum ersten Advent melden sich Interessenten bei dem Aufsichtsratsvorsitzenden. „Es sind vielversprechende Telefonate und Mails, die mich in dieser Woche erreichen. Die offensichtliche Qualifikation und die sich bietende Auswahl stimmen zuversichtlich,“ freut sich Nitsche und fährt fort: „Die Rummelsberger sind wieder attraktiv geworden. Die Reaktionen auf die Ausschreibung zeigen das deutlich.“

Damit bestätige sich, dass der eingeschlagene Weg der vergangenen Jahre mit der Besinnung auf die christlichen Wurzeln und einer Ausrichtung auf die vier Dimensionen diakonisches Profil, Fachlichkeit, Wirtschaftlichkeit und eine offene Kommunikation für die Rummelsberger Diakonie richtig gewesen sei.

„In der Ausschreibung haben wir uns beschrieben,“ sagt der Regionalbischof, „und wir sind gespannt darauf, wer sich dadurch ansprechen lässt und welche Ideen Bewerber mitbringen, um uns in beiden Funktionen weiter entwickeln zu können.“

Entscheidung bis Mitte 2019

Noch bis Montag, 7. Januar, werden Bewerbungen angenommen. Anschließend wird der Wahlvorbereitungsausschuss die Bewerbungen sichten und in Frage kommende Theologen zu einem Vorstellungsgespräch einladen. Dem Ausschuss gehören Vertreter des Landeskirchenrates ebenso an, wie Mitglieder des Aufsichtsrates, der Brüderschaft und der Diakoninnengemeinschaft mit Stimmrecht sowie die Vorstandsmitglieder der Rummelsberger Diakonie ohne Stimmrecht. Der amtierende Rektor ist nicht beteiligt.

Das Gremium wird dem Aufsichtsrat und dem Rat der Diakone aus den Bewerbungen zwei bis vier Vorschläge zur endgültigen Wahl vorlegen. Die Bewerber müssen sich dort ebenfalls präsentieren. Dann wird gewählt und die Zustimmung des Landeskirchenrates der ELKB eingeholt. Ziel ist es, im Laufe des ersten Halbjahres das Verfahren abzuschließen, um die Stelle ohne Vakanz besetzen zu können.

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