Wohnungen für Senioren

Alt wie ein Baum

Auf dem freien Grundstück gegenüber des Edeka sollen die altersgerechten Wohnungen entstehen. | Foto: Google Maps2020/01/Schwarzenbruck-Wohnungen-altersgerecht-B8.jpg

SCHWARZENBRUCK – Alle Parteien loben die altersgerechten Wohnungen, die an der B8
entstehen sollen. Dennoch stimmen die Grünen am Ende gegen die Pläne.

Bereits im September hatte Eigentümer Richard Pfeiffer dem Gemeinderat seine Pläne für das Grundstück an der B8 präsentiert (wir berichteten). 16 barrierefreie Wohnungen sollen in einem langgestreckten, energieeffizienten Bau entstehen: mit Tiefgarage, Aufzug, breiten Türen, digitaler Technik. „Wir werden auch Smart Home anbieten“, erläutert Pfeiffer in der Sitzung am Dienstagabend, „damit auch dann Hilfe kommt, wenn keiner im Haus ist“. Zu Preisen möchte er sich im Gemeinderat nicht äußern. Auf Nachfrage sagt er nur: „Das ist eindeutig kein sozialer Wohnungsbau. Wir müssen die Kosten umlegen.“

Von dem Plan sind nach wie vor alle im Gemeinderat vertretenen Parteien begeistert. Hans-Jürgen Hopf, Fraktionssprecher der CSU, beispielsweise spricht von einer „einmaligen Chance für Schwarzenbruck“ und signalisiert uneingeschränkte Zustimmung. „Das ist alles klasse, das ist genau das, was wir brauchen“, sagt auch Helga Schiel, Fraktionssprecherin der Grünen. Dennoch stimmen sie und ihre drei Mitstreiter am Ende gegen das öffentliche Auslegen der Pläne. Weil deren Umsetzung das Fällen mehrerer alter Eichen und Ahornbäume zur Folge hätte.

Diese Form soll der Bau an der B8 haben. Grafik: Planungsbüro Pielmann2020/01/Schwarzenbruck-Im-Wiesengrund-Bauvorhaben-Grafik.jpg

Um dies zu verhindern, schlagen die Grünen vor, das Gebäude um ein Viertel zu kürzen und um ein Stockwerk zu erhöhen. Die Bäume wären gerettet und zwei zusätzliche Wohnungen gewonnen. Im Gemeinderat aber ist man skeptisch, empfindet ein höheres Gebäude als zu massiv.

Bürgermeister Bernd Ernstberger (SPD) sieht durch das Kürzen die „Lärmschutzfunktion hin zu B8 und Tankstelle“ gefährdet. Und zweite Bürgermeisterin Jenny Nyenhuis (SPD) fürchtet bei einem höheren Bau steigende Kosten sowie Widerstände aus der Nachbarschaft.

So stimmt der Gemeinderat mit großer Mehrheit für die Pläne. Die öffentliche Auslegung beginnt voraussichtlich Ende Januar, Anfang Februar und dauert vier Wochen. Binnen dieser Zeit haben auch Bürger die Möglichkeit, zu dem Bauprojekt Stellung zu beziehen.

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