Tipps für das Silvesterfeuerwerk von Kreisbrandmeister Norbert Schlicht

Vorsicht bei Böllern und Blindgängern

Raketen und Böller gehören für viele an Silvester dazu. Feuerwerkskörper, wie sie auch bei „Müller“ in Lauf (im Bild) verkauft werden, sollten aber immer gekennzeichnet sein. Foto: Kirchmayer2014/12/94406_BoellerkaufenFeuerwerk2014_New_1419930072.jpg

NÜRNBERGER LAND — Unfälle mit Feuerwerkskörpern gibt es jedes Jahr zu Silvester. Im schlimmsten Fall können die explodierenden Böller ihren unachtsamen Benutzern schwere Verletzungen zufügen. Kreisbrandmeister Norbert Schlicht aus Schnaittach rät schon beim Kauf zur Vorsicht.

Wichtig sei, so der Feuerwehrmann, dass jedes Produkt über ein Siegel der Bundesanstalt für Materialforschung- und Prüfung (BAM) verfügt. Durch die sogenannte BAM-Kennzeichnung ist sichergestellt, dass die Knaller sichere und geprüfte Produkte sind, die in Deutschland auch erlaubt sind.

„Alles vom Tschechen-Markt ist gemeingefährlich“, so Schlicht. In nicht genehmigten Böllern sei das Schwarzpulver oft „Pi mal Daumen reingestopft“, die Knallkörper würden halb professionell zusammengeschraubt und seien dadurch unberechenbar in ihrer Sprengkraft. Davon sollte man in jedem Fall die Finger lassen, sagt Schlicht.

Wer die in Deutschland erlaubten Feuerwerkskörper kauft und sich an die Sicherheitsvorgaben hält, die auf den Verpackungen stehen, ist auf der sicheren Seite.

Achtung vor Querschlägern

„Bei Raketen muss man auf einen sicheren Stand der Abfeuereinrichtung achten, sonst kann es zu Querschlägern kommen“, so Schlicht. Sprich: Die leere Sektflasche, die bevorzugt als Abschussrampe benutzt wird, muss stabil und gut auf festem Untergrund platziert sein. Dass man keine Kracher in Menschenmengen werfen oder in der Hand entzünden sollte, verstehe sich von selbst.

Besondere Vorsicht ist bei Blindgängern geboten, also bei Feuerwerkskörpern, die nicht wie gewünscht explodieren. „Als Jugendlicher ist man ja geneigt, sie neu zu zünden. Aber das ist sehr gefährlich“, sagt Norbert Schlicht. Er rät dazu, Blindgänger einfach liegen zu lassen. Am nächsten Tag können sie ganz normal in die Mülltonne geworfen werden. Keine gute Idee sei es hingegen, übrig gebliebene Feuerwerkskörper im heimischen Ofen zu verschüren, betont Schlicht.

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