Vermisstensuche mit über 100 Einsatzkräften

Von 87-jährigem Schnaittacher fehlt jede Spur

Das Auto des Schnaittachers war am Donnerstagnachmittag nahe der Sandgrube der Firma Hammerand bei Großbellhofen gefunden worden. Im dortigen Umfeld suchten rund 120 Einsatzkräfte nach dem 87-Jährigen. | Foto: Schuster2019/03/Vermisstensuche-bei-Grossbellhofen-1-us.jpg

SCHNAITTACH (us/kir) — Seit Donnerstag wird ein 87-Jähriger aus Schnaittach vermisst. Sein Auto wurde bei der Sandgrube bei Großbellhofen gefunden. Dort suchten Polizei und Feuerwehr nach dem Rentner – bisher vergeblich.

Der Mann aus dem Schnaittacher Kernort wurde zur Mittagszeit bei der Laufer Polizei als vermisst gemeldet. Er wohnt mit seiner Tochter in einem Haus und hatte dieses kurz nach acht Uhr morgens verlassen.

Als am frühen Donnerstagnachmittag das Auto des Schnaittachers in der Nähe der Sandgrube bei Großbellhofen entdeckt wurde, lief eine groß angelegte Suchaktion an. Zunächst kreiste der Polizeihubschrauber mehr als eine Stunde über dem Waldgebiet im Eichelberg zwischen den Weihern, der Sandgrube und dem Parkplatz an der Wolfshöhe, um mit der Wärmebildkamera an Bord die vermisste Person zu entdecken.

Weitere Retter alarmiert

Daraufhin rückte zunächst die Feuerwehr aus Großbellhofen an, um den Wald abzusuchen. Sein Fahrzeug hatte der 87-Jährige am Hundeplatz der Hovawartfreunde abgestellt. Es zeichnete sich ab, dass mehr Personal für die Suche benötigt wird. So wurden neben dem Rettungsdienst auch die Bergwacht und weitere Feuerwehren aus der Umgebung alarmiert.

Die Einsatzleiter des Rettungsdienstes, Fabio Viktorin aus Schnaittach, und der Feuerwehren, Holger Herrmann aus Hersbruck, mussten schließlich über 80 Helfer allein aus den Feuerwehren der Umgebung sowie mehrere Rettungshundestaffeln aus der Region und weitere unterstützende Hilfskräfte und Einheiten, die zum Teil mit geländegängigen Fahrzeugen anrückten, koordinieren. Als Abschnittsleiter für die Hundestaffeln war Sven Eichhorn aus Freiröttenbach verantwortlich. Zwölf Hunde waren im Einsatz.

Als Suchhundeführerin war Almut Eichhorn vom BRK Nürnberger Land mit ihrem Mantrailer, also einem Menschensuchhund, unterwegs.

Hund nahm Witterung auf

Nachdem der Hund durch ein Kleidungsstück des Vermissten die Witterung aufgenommen hatte, startete das Team im Gelände bei der Sandgrube. Dort war der Vermisste auch zuletzt gesehen worden. Koordiniert wurde die Suche vom Feuerwehrhaus in Großbellhofen. Der Einbruch der Dunkelheit erschwerte die Suchaktion erheblich. Trotzdem gaben die Helfer nicht gleich auf, beendet wurde der Einsatz erst nach 22.30 Uhr.

Beteiligt waren am Donnerstag die Feuerwehren aus Großbellhofen, Schnaittach, Hedersdorf, Germersberg, Freiröttenbach und Kirchröttenbach. Neben der BRK-Hundestaffel aus dem Nürnberger Land waren weitere Hundeführer vor Ort. Auch Kreisbrandrat Norbert Thiel sowie der stellvertretende Chef der Laufer Polizei, Edwin Düthorn, waren an der Einsatzstelle.

Am Freitag ging die Suche in kleinerem Rahmen ohne Feuerwehr weiter, heißt es seitens der Laufer Polizei. Bis Redaktionsschluss fehlte von dem 87-Jährigen jede Spur.

Bislang handelt es sich noch nicht um eine öffentliche Suche, das heißt, die Polizei bittet nicht um Mithilfe der Bevölkerung. Sie gibt deshalb auch keine Personalien des Vermissten preis.

Einsatzbesprechung von Feuerwehr und Rettungsdienst, in der Bildmitte sitzend Kreisbrandrat Norbert Thiel. | Foto: Schuster2019/03/Vermisstensuche-bei-Grossbellhofen-2-us-2.jpg
N-Land Pegnitz-Zeitung
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