Schauen, staunen, ausprobieren: alles rund um die Ausbildung

Teamfähigkeit am Stand der Firma Demag beweisen: Nur wer gemeinsam an einem Strang zieht, kann sich mit den Holzskieren fortbewegen2008/10/20081022_ausbildboersedemagskier_big.jpg

RÖTHENBACH — „Was soll ich nach der Schule machen?“ Antwort auf diese Frage kann für den einen oder anderen vielleicht die zweitägige Ausbildungsplatzbörse in Röthenbach geben, die noch heute Einblicke in 35 Unternehmen aus der Region gewährt. Auf über 1000 Quadratmetern präsentieren die Betriebe in und um die Karl-Diehl-Halle ihre vielfältigen Arbeitsbereiche und bieten dazu noch 300 Ausbildungsstellen für 2009/2010 an.

„Wir wollen uns umsehen und über die verschiedenen Berufsbilder informieren. Wir sind schon ganz gespannt, was es alles gibt“, sagt Nina, die die neunte Klasse der Schnaittacher Hauptschule besucht. Mit ihren beiden Freundinnen arbeitet sie sich von Stand zu Stand vor und sammelt dabei jede Menge Infomaterial.

Die Berufsfelder sind vielfältig: Ob Industrie, Gewerbe, Handwerk, Handel oder Dienstleistung – aus jedem Bereich ist etwas dabei. Mit 35 Ausstellern ist die elfte Ausbildungsplatzbörse in Röthenbach so groß wie nie zuvor. Um allen Betrieben Raum zu bieten, wurde vor der Halle sogar noch ein Zelt aufgebaut. Im Hof können sich die Schüler an zwei Infotrucks über Technikberufe und die Bundeswehr schlau machen.

Drinnen begrüßt Röthenbachs Bürgermeister Günther Steinbauer die Gäste, die zahlreich erschienen sind. Neben vielen Bürgermeister- und Politikkollegen haben auch etliche Schulleiter und Vertreter der Wirtschaft ihren Weg in die Halle gefunden. „Berufe zum Anfassen“ soll die Börse bieten, so Steinbauer, und Jugendlichen die Chance bieten, sich in lockerer Atmosphäre über die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren und einen Einblick in die Betriebe zu nehmen. Weil in einem an Rohstoffen armen Land wie Deutschland die Geistesleistung das höchste Gut ist, fügt Landrat Armin Kroder hinzu, sind Bildung und Ausbildung von allergrößter Bedeutung und eine Investition in die Zukunft.

Auch für die Unternehmen ist die Teilnahme an der Börse „wichtig und selbstverständlich“, erklärt Wolfgang Böhm, Geschäftsführer und Ausbildungsleiter des größten Arbeitgebers in Röthenbach, der Firma Diehl. Am Stand des Unternehmens können die Schüler direkt bei den Azubis nachhaken und erste Kontakte knüpfen, die ihnen vielleicht sogar ein Schnupperpraktikum einbringen. Für die Betriebe ist diese Börse interessant, „weil die Schüler schließlich auch aus unserem Einzugsbereich kommen“, sagt Böhm.

Dass die Ausbildungsbörse neben viel Infomaterial und etlichen Quiz-Gewinnspielen auch reichlich Spaß bietet, kann man zum Beispiel am Stand der Schwaiger Firma Demag beobachten. Dort können die Schüler ihre Teamfähigkeit testen: Die einen versuchen sich gemeinsam auf Holzskiern fortzubewegen, was nur dann funktioniert, wenn alle gleichzeitig am selben Strang ziehen, und ein Mädchen manövriert mit verbundenen Augen ein Elektroauto durch einen abgesteckten Parcours – nur von den den Anweisungen ihrer Freundinnen geleitet.

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